1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Lokalsport

Lokalsport: Schneider stützt Turu-Trainer Zilles

Lokalsport : Schneider stützt Turu-Trainer Zilles

Der Fußball-Oberligist steht gegen den SC Kapellen-Erft unter Druck.

Als unmittelbar nach der 0:3-Pokalpleite beim VfB Homberg Vereinschef Heinz Schneider in die Kabine der Turu eilte, schwante so manchem der nur noch wenigen mitgereisten Fans der Oberbilker nichts Gutes. Die Enttäuschung über den bisherigen Verlauf der Saison mit Platz 13 und 15 Punkten hatte durch das sang- und klanglose Ausscheiden aus dem Verbandspokal soeben noch einmal eine negative Steigerung erfahren.

Doch alle, die irgendwelche Konsequenzen für das Trainerteam mit Frank Zilles, Marc Schweiger und Oscar Bizzaro schon im Duisburger PCC-Stadion erwartet hatten, sahen sich getäuscht. Das schon vorher geplante gemeinschaftliche Essen nach der Rückkehr fand in unveränderter Besetzung statt.

Später nahm Schneider zu den Spekulationen über einen Trainerwechsel eindeutig Stellung. "Frank Zilles und seine Crew haben viele Jahre lang hervorragende Arbeit geleistet. Sie bilden mit dem Vorstand und den Spielern ein Team, an das ich glaube", untermauerte er seine Festlegung vor ein Wochen. Dort hatte er gesagt, dass "der Trainer unter Schutz stehe". Wie immer in solchen Situationen müssen aber jetzt Erfolge her. Denn immerhin liegt der letzte Sieg der Turu schon einige Zeit zurück (1:0 gegen Neuling Lackhausen am 15. September).

Gegen den kommenden Gegner SC Kapellen-Erft hat Turu eine positive Bilanz. Bei zehn Partien gegeneinander verließen die Düsseldorfer sechs Mal als Sieger den Platz. Drei Siege gelangen dem Vorjahresvierten, der momentan mit der gleichen Punktzahl direkter Tabellennachbarn der Turu ist.

Beim Torverhältnis trennen die beiden Vereine allerdings ganze zwölf Treffer. Schuld ist die löchrige Defensive der Turu, die elf Tore mehr zuließ als der SCK. Dessen Star ist in dieser Spielzeit der Trainer. Der heißt Chiquinho und spielte zwischen 1997 und 2000 für Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga. So ganz hat der 39-Jährige seine Zeit als Aktiver noch nicht beendet. In den letzten Begegnungen wechselte er sich selber ein, bekennt aber: "Ich bin fast doppelt so alt wie der Durchschnitt meiner Mannschaft. Da muss ich aufpassen, dass die jungen Spieler nicht an mir vorbeilaufen". Im Vorjahr gewann Turu beide Partien gegen die Erftstädter.

(RP)