SC West feiert seinen 100. Geburtstag

Fußball : SC West feiert seinen 100. Geburtstag

Das Fest wird auf das nächste Jahr verschoben, weil der Kunstrasenplatz noch nicht fertig ist. Im August gibt es ein Spiel gegen Fortunas Traditionself.

Der Sportverein SC West feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Am 19. März 1919 gründeten Heinrich Ditzen, Peter Kopp, Karl Heuser und Hein Orths den Sportverein SSV Oberkassel in der Wirtschaft Orths. Die Fußballer waren so erfolgreich, dass sie vier Jahre lang in der höchsten Amateurliga des Niederrheins spielten.

Im Jahre 1950 riefen 30 sportbegeisterte Männer im Restaurant Stachelhus den Verein Sportfreunde Lörick ins Leben. Gut 20 Jahre später am 19. Juni des Jahres 1972 beschlossen die Mitglieder beider Vereine, sich zu einem Klub zusammenzuschließen, um den Ortsteilen Oberkassel, Lörick und Niederkassel eine gemeinsame sportliche Heimat zu bieten. Das war der eigentliche Gründungstag des „Sport Club Düsseldorf West“, dessen Wappen bis heute die Vereinsfarben blau und weiß zeigt.

„Dass es den Fusionsverein SC West noch keine 100 Jahre gibt, sollte für uns eigentlich kein Grund sein, nicht zu feiern“, betont der 1. Vorsitzende Wolfgang Prager. Etwas anderes hat dann aber den Westlern doch einen Strich durch das geplante Fest gemacht. „Unser Kunstrasenplatz, der mit Beginn der Sommerferien völlig neu angelegt wird, kann zur Jubiläumsfeier noch nicht fertig sein. Eine Feier auf einer Baustelle macht nicht so viel Spaß“, sagt Prager. „Sie wird die Party auf das nächste Jahr verschoben.“

Stattfinden wird in diesem Jahr aber auf jeden Fall die Einweihung des neuen Platzes. Dafür ist am 24./25. August ein Spiel gegen die Traditionsmannschaft der Fortuna geplant. Mit dem neuen Kunstrasenplatz ist der SC West zwar in der Lage, den Spielbetrieb auf seiner eigenen Anlage durchzuführen und nicht wie zuletzt zu anderen Klubs auszuweichen, doch Vorstand Prager hat dennoch Sorgen. „Wir haben bei rund 1000 Mitgliedern 28 Jugend- und zwei Seniorenteams. Hinzu kommt die neu gegründete Mädchen-Mannschaft, die demnächst am Spielbetrieb teilnehmen wird. Da bedarf es genauer Planung, um Spiele und Training reibungslos hin zu bekommen.“ Schwierigkeiten in dieser Hinsicht sieht er vor allen Dingen in der beschränkten Zahl der aus dem Jahre 1972 stammenden Umkleidekabinen. „Vielleicht können wir da etwas verbessern, wenn wir die Räume in der geplanten Dreifach-Turnhalle des Cecilien-Gymnasiums mit benutzen dürfen“, hofft er. Die begrenzten Möglichkeiten auf der Platzanlage an der Schorlemer Straße sind auch der Grund, dass man sich weiter vorrangig dem Breitensport verschreiben will. „Um nach etwas Höherem zu streben, fehlen uns einfach die dazu notwendigen Gegebenheiten“, erklärt Prager. Dem widerspricht seiner Meinung nach auch nicht das erklärte Ziel, die erste Herren-Mannschaft nach ihrem Abstieg innerhalb der nächsten zwei Jahre in die Oberliga zurückzuführen. „So wechseln sich Licht und Schatten, Erfolg und Misserfolg in den vielen Jahren Vereinsgeschichte ab“, sinniert Prager, der erst seit kurzem Chef des Gesamt-Vereins ist. Noch ist er Direktor bei der Messe in Düsseldorf, wird aber in Kürze pensioniert. „Dann werde ich froh sein, mit der Arbeit beim SC West eine neue Aufgabe zu haben. Ich werde versuchen, mich um alle momentanen Baustellen zu kümmern.“

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