SC Düsseldorf-West punktet mit Ranisav Jovanovic

Fußball-Oberliga : Der SC West punktet bei Jovanovic-Debüt

In der Fußball-Oberliga hätten die Oberkasseler dem neuen Trainer durchaus einen Sieg zum Einstand bescheren können. Die Turu unterliegt im anderen Duell der Städte Düsseldorf und Monheim den Sportfreunden Baumberg.

SC West – 1. FC Monheim 1:1. Ranisav Jovanovic erlebte am Sonntagmittag sein Trainerdebüt an der Seite des Fußball-Oberligisten SC West mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite freute er sich über den Punkt bei der ersten Bewährungsprobe, auf der anderen Seite trauerte er den beiden Punkten hinterher, die seine Elf nicht mirgenommen hat. Denn das war durchaus möglich. „Wir müssen keine Angst haben“, hatte der neue Coach seinen Schützlingen mit auf den Weg gegeben. Dass die elf Spieler, denen er von Beginn an das Vertrauen schenkte, diese Worte beherzigt hatten, sah man dem SC West sofort an.

„Das war vom Anpfiff weg ein sehr engagierter Auftritt“, lobte Jovanovic. Er sah, wie sein Team in der Defensive zunächst sicher stand und den Monheimern kaum Entfaltungsmöglichkeiten im Offensivspiel bot. Hin und wieder setzten die Oberkasseler gezielte Akzente nach vorne, allerdings fehlte im Abschluss das nötige Glück. „Wir haben uns für die gute Leistung da nicht belohnt“, haderte der Trainer.

Nach dem Seitenwechsel machten die Gäste mehr für das Spiel, für das Gegentor sorgten die Düsseldorfer aber im Grunde selbst, als der Gegenspieler im Strafraum gefoult wurde und Tobias Lippold vom Punkt die Führung erzielte (70.). Während der SC West der vergangenen Wochen nun wahrscheinlich noch ein zweites Gegentor kassiert hätte, stemmte sich die Jovanovic-Elf gegen die Niederlage. „Wir sind stark zurückgekommen“, lobte der Trainer. Maciej Zieba sorgte fünf Minuten nach dem Nackenschlag auf der anderen Seite für den 1:1-Endstand. „Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden. Es sind vielleicht sogar eher zwei verlorene Punkte als ein gewonnener. Aber wenn wir mit dieser Intensität und dieser Leidenschaft weiter arbeiten, dann werden wir auch in den nächsten Spielen punkten“, blickt der Coach voraus.

Sportfreunde Baumberg – Turu 3:0.

Am 14. Spieltag musste die Turu in der Fußball-Oberliga seit längerer Zeit wieder eine Niederlage hinnehmen. Das Team Team von Trainer Samir Sisic unterlag bei den Sportfreunden Baumberg am Ende deutlich mit 0:3.

Dabei hätte es keineswegs so hoch ausfallen müssen, wenn die Turu ihre eigenen Chancen effizienter genutzt hätte. Die 1:0-Führung für die Baumberger durch Louis Klotz ging zwar zu diesem Zeitpunkt noch in Ordnung, weil sie die Folge einer offenbar gut einstudierten Eckballvariante war. Danach hätten die Oberbilker aber durchaus auch zu eigenen Treffern kommen können. So verpasste Turus Top-Torjäger Jacub Przybylko den Ausgleich nur haarscharf, nachdem er völlig alleine vor Baumbergs Schlussmann Tayfun Altin auftauchen konnte.

Die vergebenen Chancen sollten sich in der zweiten Halbzeit dann jedoch rächen. Denn nach der Pause nahm die Partie für die Oberbilker eine äußerst unglückliche Wendung, weil sich die Turu-Defensive durch ein nachlässiges Zuspiel unnötig selbst in Bedrängnis brachte. Die Konsequenz war ein Foulelfmeter, den der Unparteiische Martin Ulankiewiecz den Baumbergern zusprach. Weil die Baumberger sich diese Gelegenheit in Person von Jannik Weber nicht nehmen ließen, musste die Sisic-Elf ab der 53. Minute einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen. Die sich den offensivstarken Gastgebern nun in der Folge bietenden Räume, wussten diese schließlich gnadenlos auszunutzen – Jannik Weber erhöhte auf 3:0.

Dass die Turu sich auch zu diesem Zeitpunkt nicht aufgab und sich weiterhin gute Möglichkeiten erarbeitete sprach am Ende für die positive Einstellung der Mannschaft. Dass sich am Ergebnis trotzdem nichts mehr ändern wollte, offenbarte aber auch die Mängel in der Chancenverwertung, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Partie zogen. Sisic lobte daher nach dem Abpfiff vor allem die Moral seiner Mannschaft. Gleichzeitig übte er aber auch Kritik am Offensivspiel seines Teams. „Heute hat Effektivität gegen Ineffektivität gewonnen“, lautete sein knappes Fazit.

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