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Tennis: Santoro als Star im Rochusclub

Tennis : Santoro als Star im Rochusclub

Nein, Detlev Irmler ist nicht der Weihnachtsmann. Dennoch kündigt der Teamchef des Herren-Tennis-Bundesligisten Rochusclub für den ersten Spieltag ein Geschenk an.

"Der Magier wird am Freitag gegen Etuf Essen spielen", verspricht Irmler. Gemeint ist Fabrice Santoro. Der Franzose, dem einst der langjährige Weltranglistenerste Pete Sampras das Prädikat "der Magier" verlieh, steht aktuell auf Platz 37 der Weltrangliste. Seine Position entspricht exakt seinem Alter.

Das freilich hindert den auf Tahiti Geborenen nicht daran, Aufsehen erregende Leistungen und Ergebnisse zu präsentieren. Zu Jahresbeginn brachte er beispielsweise Philipp Kohlschreiber völlig aus dem Konzept. Nach seiner Fünf-Satz-Niederlage bei den US Open wetterte "Kohli" gegen die Regelung, dass man bei Grand-Slam-Turnieren drei Sätze gewinnen muss.

"Eigentlich war Fabrice gegen Essen nicht eingeplant, weil er in der nächsten Woche als Titelverteidiger das Turnier in Newhaven bestreitet. Aber er fliegt am Samstag ab Düsseldorf und kann deshalb gegen Etuf spielen", erläutert Irmler. Der Teamchef kann allen, die einen der außergewöhnlichsten Spieler mit einmaligen technischen und strategischen Fähigkeiten sehen wollen, empfehlen, am Freitag zum Rochusclub zu kommen.

Santoro ist aber nicht der einzige Weltklassespieler, den Irmler verpflichten konnte. "Es ist mir gelungen eine tolle Mischung aus Alt und Jung zusammenzustellen", sagt der Teamchef erfreut. Zu den "Alten" zählen Albert Montanes (Weltrangliste 33), Santoro, Martin Vasallo-Arguello (57), Alberto Martin (95) Jonas Björkman (Doppel 8) und Rogier Wassen. Jung und möglicherweise wild sind Mischa Zverev (45), Guilermo Garcia Lopez (42), Evgeny Korolev (101), Pablo Andujar (123) und Pere Riba-Madrid (144). "In Spanien wird Pere als das größte Talent nach Rafael Nadal gehandelt", sagt Irmler.

Die Rochusclub-Aufstellung hat Meisterschaftsqualitäten. Doch davon will Irmler erst mal nichts wissen. "Wir sind gut aufgestellt, aber meine Favoriten sind Aachen und Halle", erklärt der Teamchef. Hätte er 100 000 Euro mehr in der Kasse, würde er den Meistertitel fast garantieren. So aber hat er ein Team, das oben mitspielen wird und für Überraschungen gut ist. Doch auch die Konkurrenz hat sich verstärkt. In dieser Saison ist von Ranglistenplatz 30 bis 100 fast alles dabei, was Weltklasse-Tennis verspricht. "Die Bundesliga ist problemlos mit jedem Grand-Prix-Turnier vergleichbar. Das ist ein internationales Top-Event", analysiert Irmler. Der Rochusclub ist dafür gut aufgestellt.

(RP)