"Rund um die Kö": Radsport dominiert für einen Tag die Stadt

Radsport-Klassiker : Radsport dominiert für einen Tag die Stadt

Das Rennen „Rund um die Kö“ ist nur einer von drei Höhepunkten am Sonntag: Am Mannesmannufer findet der 14. Fahrradtag statt, und abends kann jedermann bei der Radnacht auf extra abgesperrten Straßen selbst aktiv werden.

Am Sonntag ist ein besonderer Tag in der vielfältigen Welt der Sportstadt Düsseldorf. Mitten im Herzen der City wird das einzige noch existierende Radrennen der Landeshauptstadt gefahren. „Rund um die Kö“ findet in diesem Jahr schon zum 49. Mal statt. Zwei Mal fiel der Radklassiker in den vergangenen 51 Jahren aus: zuletzt 2017, als alle Radsportkräfte in Düsseldorf sich auf den Grand Départ der Tour de France konzentrierten. „Die Tour war für alle Radsportler ein Anreiz, mit neuer Motivation weiter zu machen oder etwas Neues zu versuchen“, erläutert Sascha Grünewald, der Leiter der Fachschaft Radsport beim Stadtsportbund. So wurde das Finale des Petit Départs, dem im Zuge des Grand Départs entwickelten Kinder-Radwettbewerbs, problemlos in den großen Radsporttag auf der Königsallee integriert.

„Durch den Petit Départ haben wir in der Nachwuchsabteilung der SG Radschläger großen Zulauf“, sagt Grünewald, der auch Vorsitzender der Radschläger ist. „Wir haben uns für neue Altersgruppen geöffnet. Früher starteten wir mit der U15, heute fahren Vierjährige bei uns über das Übungsgelände. Unser Nachwuchs ist so groß wie nie zuvor.“ Das Flair der Tour wirkt also nach. Es gibt ja auch intensive Planungsarbeiten, ein großes Jedermann-Rennen in Düsseldorf zu implementieren.

„Rund um die Kö“ ist einer von drei Höhepunkten am großen Radtag in Düsseldorf. Am Mannesmannufer findet der 14. Düsseldorfer Fahrradtag „Radaktiv“ mit Infos, Ausstellungen und Aktionen statt, und abends (ab 18 Uhr) kann man bei der Radnacht auf einer 23-Kilometer-Runde auf abgesperrten Straßen selbst aktiv werden. „Wir arbeiten mit ,Radaktiv’ und der Radnacht gut zusammen. Wir ergänzen uns. Am Rhein geht es um Mobilität, Reise und Verkehr und bei uns um Sport“, erklärt Grünewald.

Aktiv wird am Sonntag unter anderem Lydia Ventker (RSV Gütersloh) sein. Aktuell gehört die 34-Jährige zu den Top-Ten der deutschen Straßenradsportlerinnen. Sie ist auf Platz acht der nationalen Frauen-Rangliste notiert und kommt mit der Empfehlung von drei Siegen in Serie nach Düsseldorf. Vergangene Woche gewann sie das 40. Gütersloher Abendrennen und den 67. Volksbank-Giro in Köln. Alleine das verspricht neben der neuen Stadtmeisterschaft, die als Vierer-Verfolgungsfahren ausgetragen wird, spannende Unterhaltung.

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