Rumpftruppe des TV Angermund muss über sich hinauswachsen

Handball-Oberliga : Rumpftruppe des TVA muss über sich hinauswachsen

Dem Handball-Oberligisten HSG Neuss/Düsseldorf II stehen vermutlich nur acht Feldspieler zur Verfügung. Auch Landesligist Gerresheim ist gebeutelt.

Durch zuletzt vier Siege und ein Unentschieden ist die HSG Neuss/Düsseldorf II in der Handball-Oberliga bis auf Rang fünf vorgerückt und will beim Aufsteiger, der SG Langenfeld II, ihre Erfolgsserie fortsetzen. Die personellen Voraussetzungen hierfür sind denkbar günstig, da die A-Jugend ein spielfreies Wochenende hat und auch in der zweiten Bundesliga bei den Rhein Vikings wegen der gerade zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft der Ball noch ruht. In Christopher Königs (Schlüsselbeinbruch) muss Interimstrainer Patrick Luig lediglich auf einen Spieler verzichten.

Von daher legt er die Messlatte für seine Schützlinge hoch: „Wir sind sicherlich in der Favoritenrolle. Und natürlich ist der Anspruch da, mit einem vollen Kader dort auch zu gewinnen.“ Bereits im Hinspiel setzte sich die Spielgemeinschaft gegen den aktuell Zehnten der Tabelle mit 31:28 durch.

Nach einer hauchdünnen 28:29-Niederlage gegen die HSG am vergangenen Wochenende ist Mettmann-Sport wohl vorerst aus dem Meisterschafts-Rennen ausgeschieden, da der Rückstand auf Spitzenreiter Unitas Haan nun vier Punkte beträgt. Deshalb wäre die Gelegenheit für den TV Angermund eigentlich günstig, sich bei einem wahrscheinlich mental angeschlagenen Gegner für die 27:33-Hinspielniederlage zu revanchieren, bei der die Angermunder nur acht Feldspieler aufbieten konnten.

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Doch auch vor dem Rückspiel ist die Personaldecke der Gäste dünn. Falls Florian Hasselbach, der sich zuletzt gegen Überruhr eine Schulterverletzung zuzog, nicht auflaufen kann, hat TVA-Coach Ulrich Richter erneut nur acht Feldspieler zur Verfügung. Dann wird es wieder schwer, sich gegen die körperlich starken Mettmanner durchzusetzen, die über einen wurfgewaltigen Rückraum und exzellente Kreisläufer verfügen.

Trotz einer durchweg guten Leistung hatte sich Landesligist HSG Gerresheim in der Hinrunde dem Verbandsliga-Absteiger HSG Mülheim letztlich mit 24:26 beugen müssen. Deshalb hatten sich die Gerresheimer für das zweite Aufeinandertreffen (Samstag, 19 Uhr, Graf-Recke-Straße) viel vorgenommen, zumal der Aufstiegsaspirant vor dem Jahreswechsel schwächelte und drei Niederlagen in Folge kassierte. Umso ärgerlicher ist die aktuelle Personalsituation seiner Mannschaft. Gleich acht Akteure fallen aus beruflichen oder verletzungsbedingten Gründen aus, so dass mit etwas Glück gerade einmal sieben Feldspieler einsatzbereit sind. „Eigentlich hatten wir uns gegen Mülheim durchaus etwas ausgerechnet, obwohl die HSG viel Qualität hat. Mit unserem Rumpfkader sind wir jetzt jedoch nur klarer Außenseiter und werden es sehr schwer haben, zu bestehen“, gibt sich Trainer Bernd Kretzer wenig optimistisch.

Anders ist die Stimmungslage bei der HSG Neuss/Düsseldorf III, die beim TV Cronenberg antreten muss. Auch sie kassierte in der Hinserie gegen die Essener mit 26:29 eine verdiente Niederlage, hatte dabei allerdings auch nur einen Rumpfkader zur Verfügung. Das sieht an diesem Wochenende viel besser aus. „Wir sind auf allen Positionen ordentlich besetzt und wollen dagegenhalten. Natürlich müssen wir aber auf der Hut sein, da Cronenberg eine starke Saison spielt“, erklärt HSG-Coach Udo Bleckat. Allerdings bekam das Selbstbewusstsein des TV am vergangenen Wochenende einen kräftigen Dämpfer: Mit 24:41 gab es beim Spitzenreiter SC Bayer Uerdingen eine deftige Niederlage.

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