Judo-Bundesliga : Rückschlag in der Judo-Bundesliga

Nach dem 1:13-Debakel wird es für die JC 13-Damen eng im Kampf um Platz zwei.

(tino) Peter Schlatter hatte es kommen sehen. „Eigentlich war es mir schon vorher klar, dass wir gegen den JC Wiesbaden baden gehen würden. Aber spätestens als ich die Aufstellung der Wiesbadenerinnen gesehen habe, wusste ich, es gibt ein Debakel“, gesteht der Damen-Trainer des JC 71. Und so kam, was Schlatter erwartet hat: Den Erstligakampf verlor der JC 71 mit 1:13 gegen die Hessinnen. In der Tabelle zog Wiesbaden und der JC Bottrop 66 an den Düsseldorferinnen vorbei, die jetzt noch auf Platz drei liegen.

Schon bevor überhaupt eine Judoka die Matte betreten hatte, lag die Schlatter-Truppe mit 0:2 hinten. Der Grund war, dass die Düsseldorferinnen zweimal eine Gewichtsklasse nicht besetzen konnten. Nicht nur der kampflose Punktverlust war die Strafe, nein, den 71ern steht auch eine Geldstrafe ins Haus. „Wir haben echt die Seuche. Viele Verletzte, einige davon mussten kurzfristig absagen, haben mir einen dicken Strich durch die Planung des Kampftages gemacht. Mehr als acht Judoka konnte ich nicht zusammenkratzen. Das kann kein Team kompensieren“, verrät Schlatter.

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Die Wiesbadenerinnen hingegen kamen mit einigen Kämpferinnen nach Düsseldorf, die Ambitionen haben auf großem internationalen Parkett erfolgreich zu sein. So standen unter anderem die mehrfache deutsche Vizemeisterin Mira Ulrich (bis 48 Kilogramm), die Jugend-Europameisterin Pauline Stark (bis 57), Vize-Europameiterin Giovanna Scoccimarro (bis 70) und U23-Vizeeuropameisterin Christina Faber (bis 78) im Gästeaufgebot.

So nahm die Klatsche unaufhaltsam ihren Lauf. Lediglich Miranda Wolfslag (bis 57) konnte in der zweiten Runde Lena Sophie Grulich bezwingen und den Düsseldorfer Ehrenpunkt sichern. Die anderen Auseinandersetzungen waren meist schnell vorbei. Bis auf den ersten Einsatz von Wolfslag, die 2:48 Minuten Widerstand gegen Starke leistete, dauerte keines der anderen Duelle länger als eine Minute. „Die einzige Möglichkeit, gegen Wiesbaden mitzuhalten, ist, wenn wir alle unsere Ausländerinnen holen würden. Aber das ist eine Kostenfrage. Und der Sieg ist damit noch lange nicht garantiert“, so Schlatter.

Jetzt ist das Duell gegen den JC Bottrop 66 das entscheidende um Platz zwei in der Judo-Frauenbundesliga Gruppe Nord. „Das wird ein schweres Ding. Ich hoffe, dass bis dahin einige der derzeit nicht einsatzfähigen wieder fit sind“, meint Schlatter. „Wir müssen gewinnen, um Zweiter zu werden.“