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Rudern: Ruderer Müller bereit für Gold bei Olympia

Rudern : Ruderer Müller bereit für Gold bei Olympia

Die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in London verlief für Ruderer Lukas Müller (RC Germania) nicht reibungslos. Zwar war schon im April klar, dass der Maschinenbau-Student einen Platz im Deutschlandachter besetzen wird, doch am 5. Juni, einen Tag nach der letzten Olympia-Nominierungsrunde des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hakte es beim Germanen.

Beim "shoppen" der bundesdeutschen Olympiabekleidung beim Feldjägerbataillon Kurmainz musste Müller nachsitzen. Dem Germanen passten die Kleider von der Stange nicht ganz. Kein Wunder, ist er mit seinen 2,08 Metern Körpergröße der derzeit "überragende" Ruderer. Das Problem war schnell gelöst, denn eine Schneiderin nahm Maß und änderte die Anzüge in die passende Größe für die deutsche Olympia-Hoffnung.

Insgesamt 65 Teile umfasst die offizielle Ausrüstung. Müller nimmt aber mindestens 66 Teile mit nach London. "Ich habe von meinem Verein eine kleine Flagge bekommen. Das ist eine coole Sache, ich habe mich sehr darüber gefreut. Die werde ich im Zimmer aufhängen. Schön zu wissen, dass die Germanen ordentlich die Daumen drücken", freut sich Müller.

Gestern ging es für ihn aus dem letzten Trainingslager in Ratzeburg zum Flughafen Hamburg und von dort nach London-Heathrow und anschließend ins olympische Dorf der Ruderer in der Nähe der olympischen Regattastrecke in Eton. "Im Trainingslager lief alles glatt. Wir hatten keine Ausfälle. Aber wir haben auch nicht mehr ganz so intensiv trainiert, weil es auf die Wettkämpfe zu geht. Wir haben mehr für die Schnelligkeit getan", erläutert Müller.

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Bei den anderen Trainingslagern u.a. in Sevilla und Sabaudia war das anders. Hart wurde gearbeitet, damit die Siegesserie des Deutschlandachters von 34 Erfolgen hintereinander, die das deutsche Flaggschiff auch zu drei Weltmeistertiteln in Serie führte, nicht ausgerechnet in London reißt. "Krafttraining macht mir richtig viel Spaß. Das ist mal etwas anderes als immer nur Rudern. Bankdrücken und Bankziehen. Das finde ich richtig gut, wobei ich dabei nicht der Stärkste bin", meint Müller.

Stark genug ist der 25-Jährige aber, um derzeit die Nummer eins auf Position sechs im "Achter" zu sein. Er muss den Schlag des Schlagmannes weitergeben und ist die erste Position im Maschinenraum. "Wir haben viele Stärken, sind leistungsfähig. Die Mannschaft ist stark, gerade wenn es wichtig wird", lobt Bundestrainer Holtmeyer sein Team. Und der hat natürlich einen olympischen Traum für London. "Gold! Aber das will jeder haben", sagt Müller.

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(ila)