Ruder-Ergometer-WM : Ruderer Jeske wird Zehnter bei WM

Erst kürzlich ist der 55-Jährige in den RC Germania eingetreten.

(RP) Bei den Ruderergometer-Weltmeisterschaften im US-amerikanischen Long Beach belegte Jörg Jeske den zehnten Platz in der Altersklasse von Teilnehmern zwischen 55 und 59 Jahren. Kürzlich in den RC Germania eingetreten, ging er für das deutsche Team zusammen mit weiteren 33 Athleten an den Start. Jeske begann beim Mindener RV mit dem Rudern und bestritt Schülerregatten. Nachdem er von 1997 bis 2017 beim RTHC Leverkusen Mitglied war, wechselte er nach Hattingen. Nun steht er im Mastersteam der Germania.

Seit fünf Jahren rudert der 55-Jährige wieder leistungsorientiert, so kam der Kontakt zum Germanen Bernhard Sinzig zustande. Beide fuhren auf diversen Regatten gegeneinander. Zum zweiten Mal ging Jeske auch bei den Weltmeisterschaften an den Start. Im vorigen Jahr wurde er Dritter, „zuletzt habe ich mich aber auch mal an die 2000-Meter-Strecke rangetraut“. Er verbesserte seine persönliche Bestleistung auf dieser Distanz nun um zehn Sekunden auf 6:54,6 Minuten und erklärte ziemlich glücklich: „Ich bin absolut zufrieden, zumal ich sonst eigentlich Langstreckenruderer bin.“

Begeistert war Jeske von der Stimmung im deutschen Team, das in diesem Jahr mit 34 Ruderern so groß war wie nie in der 22-jährigen Geschichte. „Wir hatten alle auffällig rote Jacken mit großem Deutschland-Schriftzug an, so konnten wir uns in der Halle gut erkennen.“ Die deutsche Mannschaft um Teammanger und Headcoach Boris Orlowski lernte sich erst bei der Anreise kennen, aber fand schnell zusammen und erlebte eine spannenden Zeit auch mit Erlebnissen beim Sightseeing. Die nächsten Ruderergometer-Weltmeisterschaften finden im Februar 2020 in Paris statt. In Kürze beginnt die Wassersaison mit zahlreichen Regatten im In- und Ausland. Und so viel ist klar: Jörg Jeske fährt zunächst wieder Langstreckenrennen.