Ronny Rogawska sieht Entwicklung bei HSG

Ronny Rogawska sieht Entwicklung bei HSG

Zugegeben, ein handballerischer Leckerbissen war das nicht, was die Spieler der HSG beim Tabellenletzten der 2. Bundesliga am vergangenen Wochenende geboten haben. Dennoch war Ronny Rogawska, Trainer des Absteigers, zufrieden. Zum einen, weil sich seine Mannschaft drei Sekunden vor Schluss doch noch mit 32:31 bei Tuspo Obernburg durchgesetzt und somit den siebten Sieg in Serie geholt hatte. Zum anderen, weil ein solches Spiel vor zwei Monaten wohl in einer Niederlage geendet wäre.

"Über diesen Sieg habe ich mich besonders gefreut", gibt der Trainer zu, auch wenn der Erfolg von einigen Seiten nur als lästige Pflichtaufgabe angesehen worden war. Rogawska und Sportdirektor Daniel Stephan hatten zuvor immer wieder vor dem Schlusslicht gewarnt, dennoch taten sich die Spieler schwer und mussten sogar um einen Punktgewinn bangen. "Offenbar haben die Jungs uns da nicht so richtig zugehört, als wir auf die Stärken der Obernburger hingewiesen haben", sagt Stephan augenzwinkernd. Dass das Spiel gewonnen wurde, sieht Rogawska als positive Entwicklung seines Teams: "Vor zwei Monaten hätten wir so ein Spiel vermutlich noch verloren."

Wäre das Spiel in die Hose gegangen, wären Stephan und Rogawska vor dem Spitzenspiel gegen den TV Neuhausen (Samstag, 18.15 Uhr, Burg-Wächter Castello) allerdings auch nicht so entspannt. Dann nämlich würden die Gäste als Tabellenzweiter anreisen und die HSG sie in der Verfolgerrolle empfangen – und nicht umgekehrt. Diese Vorzeichen sollen sich auch nach dem direkten Duell der Tabellennachbarn nicht ändern. Neuhausen hat bislang nur einen Punkt weniger gesammelt als die HSG und könnte mit einem Sieg im letzten Hinrunden-Spiel noch an den Düsseldorfern vorbeiziehen. "Wir wollen dieses Spiel aber auf jeden Fall gewinnen", sagt Stephan. "Wir haben in den vergangenen Wochen genug Selbstbewusstsein gesammelt, dass wir dieses Spiel als Favorit angehen können – zumal wir zu Hause spielen."

Sollte der derzeit zumindest von den Ergebnissen her optimal laufende Motor dennoch ein wenig stottern, so weiß Rogawska zumindest um die Lehren aus dem Obernburg-Spiel. "Das ist ein gutes Beispiel, auf das wir immer hinweisen können", sagt der Trainer. Dann nämlich, wenn seine Spieler wieder mal einen Gegner unterschätzen oder einen Gang zurückschalten wollen. "So weit sind wir im Moment einfach noch nicht. Das können wir der Mannschaft nun immer wieder vor Augen führen."

(RP)
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