Rollhockey: Jan Kutscha vom TuS Nord wird mit Deutschland WM-Zwölfter

Torhüter des TuS Nord : Jan Kutscha ist enttäuscht von der Rollhockey-WM

Der Rollhockey-Torhüter des TuS Nord hält stark, aber Deutschland wird nur Zwölfter. Die Vorrunden-Niederlage gegen die Schweiz gibt den Ausschlag.

So ganz zufrieden waren die Verantwortlichen der deutschen Rollhockey-Nationalmannschaft nicht mit dem Abschneiden bei den Weltmeisterschaften. Diese wurden im Rahmen der 2. World-Roller-Games in Barcelona ausgetragen. Der neue Bundestrainer Tobias Wahlen hatte als Ziel den ersten Platz in der Vorrunden-Gruppe zusammen mit der Schweiz, Brasilien und Austalien ausgegeben . Denn nur dann hätte das deutsche Team um den Düsseldorfer Jan Kutscha im Tor die Qualifikation für die Play-off-Runde der besten acht Mannschaften in der Tasche gehabt – doch es wurde nur Platz zwei hinter den Eidgenossen.

Dabei hatten die Deutschen mit einem glatten 6:3-Auftaktsieg gegen Brasilien ihre Ambitionen untermauert. Es folgte ein 16:0-Kantersieg gegen Australien, wodurch Deutschland mit einem kleinen Vorteil im Torverhältnis in die letzte Vorrunden-Begegnung mit der Schweiz ging. Doch dort konnte das Team um den Düsseldorfer Torhüter Jan Kutscha vom TuS Nord nie an die guten Leistungen gegen Brasilien und Australien anknüpfen und unterlag 1:5.

Trainer Wahlen machte die größere Erfahrung der Schweizer für die Niederlage verantwortlich. Kutscha ärgerte sich indes über das schlechte Abwehrverhalten seiner Vorderleute in der zweiten Hälfte. Als Gruppenzweiter war für Deutschland damit die Teilnahme am Konzert der Großen dahin. Im Turnier spielte man jetzt im Wettbewerb „International Championship“ weiter. Im dortigen Viertelfinale bot man wieder eine bessere Leistung und bezwang England 4:1.

Gegner im Halbfinale um den Internationalen Cup war dann Mosambik. In einer äußerst spannenden Partie musste sich das Wahlen-Team letztlich der Erfahrung der Mosambikaner aus der portugiesischen Profiliga nach Verlängerung mit 5:7 beugen. Der letzte Treffer gelang den Afrikanern erst, als Torhüter Kutscha, der eine herausragende Leistung gezeigt hatte, seinen Platz zugunsten eines weiteren Feldspielers verlassen hatte.

Im Spiel um die Bronzemedaille im International Cup kam es damit zur Revanche gegen die Schweiz. Dieses Mal waren die Deutschen ein gleichwertiger Gegner. Nach einem Unentschieden in der regulären Spielzeit fehlte ihnen im notwendig gewordenen Sechs-Meter-Schießen dann allerdings das Glück, und die Eidgenossen siegte mit 7:4. So brachten eine schwache Halbzeit in der Vorrunde gegen die Schweiz und zwei knappe Partien gegen Mosambik und noch einmal die Schweiz nur den mageren zwölften Platz in der Endabrechnung. Kutscha, an dem dieses mäßige Abschneiden am wenigsten gelegen hatte, machte aus seiner Enttäuschung kein Hehl: „Ich wollte eine Medaille holen. Das hat leider nicht geklappt“, sagte der Unterrather nach dem Turnierende.

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