Lokalsport: Rochusclub: Wenig Geld, aber trotzdem Weltklasse

Lokalsport : Rochusclub: Wenig Geld, aber trotzdem Weltklasse

Tennis-Bundesligist startet am 10. Juli in die Saison. Neu im Team sind die Topspieler Lukas Rosol und Sergiy Stakhovsky.

Rochusclub-Trainer Detlev Irmler verfügt über jede Menge Charme, Überzeugungskraft und einen guten Namen in der internationalen Tennisszene. So schafft er es Jahr für Jahr, sein Bundesliga-Team mit Top-Spielern zu bestücken. Mit Geld kann Irmler meist jedenfalls nicht locken, und auch in der Saison 2015 ist eher weniger Geld im Topf.

Doch in Lukas Rosol (Weltrangliste 40), Sergiy Stakhovsky (46) und Pablo Andujar (36) stehen mal wieder einige der Top-Könner im Umgang mit Schläger und Filzball auf den Rochuslub-Courts. "Ich habe eine interessante Truppe zusammen. In den Heimspielen werden wir mit viel Weltklasse antreten", sagt Irmler vor dem Start der Bundesligasaison am 10. Juli mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Als Nummer eins wird dann Lukas Rosol geführt.Der 29-jährige tschechische Davis-Cup-Sieger 2013 hat bereits für so manches Highlight gesorgt. So zerstörte der 1,96-Meter lange Schlaks 2012 den Traum von Rafael Nadal, Wimbleon-Sieger zu werden.

Ähnliches gelang auch der nominellen Nummer zwei des Rochusclub-Bundesligateams. Sergiy Stakhovsky bezwang 2013 auf dem heiligen Rasen im Londoner Vorort den haushohen Favoriten Roger Federer und verwehrte dem eleganten Schweizer so seinen 18. Erfolg bei einem Grand Slam-Turnier. Im Gegensatz zu den beiden Neuen ist Pablo Andujar ein alter Bekannter im Irmler-Team. Kein Wunder, haben Spanier doch bekanntlich auf Sand oft ganz besondere tennisspezifische Fertigkeiten. Und die hat der 29-Jährige auch schon in diesem Jahr nachgewiesen. So schmiss Andujar Philipp Kohlschreiber bei den French Open aus dem Titelrennen.

In der Spitze der Bundesliga-Mannschaft ist der Rochusclub also gut besetzt, aber wie sieht es im Mittelfeld des Teams aus? Da setzt Irmler auf eine Mischung aus Erfahrung, Solidität und Vereinstreue. Bestes Beispiel dafür ist Albert Montanes (Weltrangliste 126). Mit 34 Jahre und 16 Profijahren ist der Spanier sehr erfahren und auf der roten Asche noch immer in der Lage, so ziemlichen jeden Gegner zu bezwingen. Außerdem spielt er seit vielen Jahren für Irmler.

Ferner stehen noch Igir Sijsling (170), Jozef Kovalik (187), Peter Torebko (240), Filip Horansky (326), Mats Moraing (503), Filip Veger (542), Matwe Middelkoop (558), Maximilian Dinslaken (1014), Doppelspezialist Martin Emmrich (Doppel 96), und die Rochusclub-Eigengewächse Lorenz Schwab, Lucius von Arnim und Björn Barwinski zur Verfügung. "Verstecken müssen wir uns vor niemandem, doch alle Mannschaften sind extrem gut aufgestellt", sagt Irmler. Entscheidend aber wird sein, wann welcher Verein mit welchen Spielern auflaufen kann. Wie üblich hat die ATP-Tour für die Tennisprofis einen höheren Stellenwert als die Bundesliga.

(RP)
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