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Lokalsport: Rochusclub orientiert sich neu

Lokalsport : Rochusclub orientiert sich neu

Beim ehemaligen Titelanwärter sind die Ziele bescheidener geworden. Durch den Wegfall einiger Sponsoren ist der Klassenerhalt in der Tennis-Bundesliga das große Ziel. Zum Auftakt geht es zum TC Blau-Weiß Neuss.

An diesem Wochenende startet die Tennis-Bundesliga in die neue Saison. Der Rochusclub gastiert dabei morgen (11 Uhr, Jahnstraße) beim TC Blau-Weiß Neuss.

Dabei sind die Voraussetzungen der Düsseldorfer vor der kommenden Spielzeit anders als man es gewohnt ist. "In den vergangenen Jahren hatten wir immer das Ziel, oben mitzuspielen oder gar den Titel zu holen", erklärt Dr. Thomas Werthmöller, Vorsitzender der Geschäftsführung. "Doch unter den gegebenen Rahmenbedingungen verfügen wir derzeit einfach nicht über das Budget, eine Top-Bundesliga-Mannschaft zu stellen".

Zur Erinnerung: Namhafte Sponsoren wie Airberlin als Hauptsponsor sind weggefallen oder unterstützen den Tennisclub zu geringeren Bezügen. Somit stellt sich das Ziel in dieser Saison von ganz alleine auf: Der Klassenerhalt.

Dennoch hat Teamchef Detlef Irmler eine schlagkräftige Truppe beisammen: "Alle unsere Spieler sind fit, gierig und hoch motiviert", betont Irmler. Die erste Hürde muss bereits gegen Neuss übersprungen werden, wenn zwei direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt aufeinandertreffen. Dabei werden für den Rochusclub Roberto Bautista, Igor Sijsling, Teymur Gabashvili und Mischa Zverev an den Start gehen.

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Der auf Rang 38 der Weltrangliste geführte Topspieler Pablo Andujar, der in Wimbledon sein Glück versuchte, wird in Neuss nicht mit von der Partie sein. "Pablo wird nur temporär zum Einsatz kommen. Ich hoffe er macht in den wichtigen Partien die entscheidenden Punkte für uns", erklärt Irmler, der mit einem weinenden aber auch gleichzeitig lachenden Auge in Richtung Marburg schaut, wo derzeit ein Challenger-Turnier stattfindet: "Gabashvili und Zverev sind recht erfolgreich. Aber wenn sie ins Finale kommen würden, hätten wir schon Probleme. Dennoch habe ich nie Spieler dazu verpflichtet, ein ATP-Turnier oder ein Spiel abzuschenken, um bei uns zu spielen."

Nach dem Auftakt in Neuss muss das Team von Detlef Irmler nochmals auswärts antreten. Am 6. Juli geht es gegen Mannheim, die wahrscheinlich mit Tommy Haas und dem an Weltranglistenposition acht geführten Janko Tipsarevic antreten werden. "Das ist sicher der am besten geführteste Verein Deutschlands. Mannheim, Aachen Halle und eventuell Erfurt werden die Meisterschaft unter sich ausmachen", prognostiziert der 71-Jährige. "Wir werden wahrscheinlich mit Amberg, Krefeld, Nürnberg und eben Neuss um den Klassenverbleib kämpfen."

Das Publikum am Rochusclub darf sich also auf einen spannenden Klassenkampf einstellen. "Es wird wie Bayern München gegen Fortuna sein", kündigt Irmler an.

(RP)