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Lokalsport: Rochusclub hält trotz Niederlage die Klasse

Lokalsport : Rochusclub hält trotz Niederlage die Klasse

Der Tennis-Bundesligist bleibt dank der Schützenhilfe des TC Blau-Weiß Neuss in der Ersten Liga.

Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler ist happy. Und das, obwohl es in der Tennis-Bundesligapartie beim verlustpunktfreien Spitzenreiter TK Kurhaus Aachen eine 1:5-Niederlage setzte und der Rochusclub dadurch vom siebten auf den achten Tabellenplatz abrutschte. Dennoch umspielte ein zufriedenes Lächeln Irmlers Mund, da der 1. FC Nürnberg zeitgleich sein Heimspiel gegen TC Blau-Weiß Neuss verlor und somit als Absteiger feststeht. Bei nur noch einer ausstehenden Ligapartie haben die punktlosen Franken keine Chance mehr, den Rochusclub mit drei Zählern zu überflügeln.

"Die Aufgabe war es, die Klasse zu halten. Dass wir das geschafft haben, ist erfreulich. Besonders bei den ganzen negativen Begleiterscheinungen", urteilt Irmler.

Negativ war, dass sich weite Teile seines Teams für die zweite Saisonhälfte verletzt hatten. Peter Torebko (Weltrangliste 304), Igor Sijsling (161) und Mats Moraing (575) fielen aus. Auch Albert Montanes (113) kam bisher nicht zum Einsatz, weil er sich durch die Qualifikationen einiger Turniere quälen musste. Lukas Rososl (56), der sich als echter Teamspieler erwiesen hat, kann aktuell wegen einer Oberschenkelzerrung nur humpeln.

So standen in Aachen in Matwe Middelkoop (561), Maximilian Dinslaken (2141) und Martin Emmrich (Doppel 94) gleich alle drei Doppelspezialisten des Rochusclub-Teams auch als Einzelspieler auf dem Court. Als Spitzenspieler konnte Irmler noch Filip Veger (636) nach Aachen beordern. Der TK hingegen trat mit sieben Spielern an, darunter auch Doppel-Wimbledonsieger Philipp Petzschner. "Wer hat, der hat", sagte Irmler lapidar.

Sein Team zog sich dennoch beachtlich aus der Affäre. Veger kämpfte nahezu übermenschlich, stand gegen Pablo Cuevas (31) aber auf verlorenem Posten. Ähnlich erging es Dinslaken gegen Steve Darcis (64) und Emmrich gegen Peter Gojowzik (155). Middelkoop sorgte dagegen für eine Überraschung. Erstaunlich nervenstark bezwang er den deutschen Davis-Cup-Spieler Florian Mayer (261).

In den Doppeln brachte Aachen drei frische Spieler, darunter auch den Wimbledonsieger. Doch der tat sich gegen Middelkoop/Emmrich erstaunlich schwer. Zum Sieg reichte es für die Rochusclub-Paarung aber nicht. Egal, denn Irmler lächelte trotz der Niederlage.

(RP)