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Roberto Elmp geht auch mit 40 noch für den Rather SV II auf Torejagd.

Fußball : Der Oldie der Kreisliga A

Roberto Elmp geht auch mit 40 noch für die Fußballert des Rather SV II auf Torejagd. Mit der Mannschaft ist er nach zwei Aufstiegen in der Kreisliga A angekommen.

Manche sagen, er gehöre schon zum „alten Eisen“. Das trifft wenn überhaupt aber nur auf dem Papier zu. Wenn Roberto Elmpt für die zweite Mannschaft des Rather SV in der Kreisliga A auf Torejagd geht, merkt man nicht, dass er inzwischen schon 40 Lebensjahre auf dem Buckel hat. „Ich bin offenbar gut gealtert und fühle mich immer noch jung und fit“, verrät das Rather Eigengewächs sein natürliches Erfolgsgeheimnis.

In die Karten spielt Elmpt dabei nach eigenem Bekunden auch eine Entscheidung, die schon viele Jahre zurückliegt. Als Nachwuchsfußballer hatte Elmpt so seine Schwierigkeiten mit dem Übergang vom Jugend- in den Senioren-Bereich. „Ich wollte damals nur Fußball spielen und konnte nicht verstehen, wenn ein Teamkollege nicht zum Training erschien, nur weil er sein Geld nicht bekommen hatte“, erinnert sich der leidenschaftliche Kicker zurück. Elmpt legte daraufhin eine mehrjährige Pause ein, von der er offenbar heute noch zehrt. „Die Auszeit tat mir rückblickend betrachtet gut. Ich konnte mir so noch etwas Knorpel aufsparen und bin so in der Lage, auch mit 40 Jahren noch in der Kreisliga A zu spielen.“   

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Dass es ihn überhaupt noch einmal so weit nach oben ziehen würde, daran hatte der Routinier keinen Gedanken verschwendet, als er vor knapp fünf Jahren wieder bei dem Verein anheuerte, für den er von klein auf aktiv war. Vorausgegangen war das abrupte Aus beim DSC 99, dessen Reservemannschaft sich aufgelöst hatte.

Den Versuch, direkt im Anschluss ins Alt-Herren-Lager über zu wechseln, verwarf Elmpt schnell wieder. „Dafür war ich noch zu jung. Es hat sich einfach nicht gut angefühlt, einem 50-Jährigen im Training den Ball abzunehmen.“ So kam das späte Glück mit dem Pizzaboten. Der war nämlich nicht nur ein zuverlässiger Lieferant, sondern auch Trainer von Raths zweiter Mannschaft, die damals noch in der Kreisliga C kickte. Elmpt ließ sich von der Idee überzeugen, wieder zu den Wurzeln zurückzukehren und löste damit eine Erfolgsgeschichte aus.

„Dass wir mit der Truppe noch zweimal aufsteigen würden, damit hat wohl keiner gerechnet“, sagt der Rather Junge schmunzelnd. Bei genauer Betrachtung kommen die Erfolge der Rather Reserve dann aber doch nicht von ganz ungefähr. Denn neben Erfahrung Klasse zeichnet Raths „Zweite“ auch ein guter Geist aus.  „Wir haben wirklich ein tolles Miteinander. Bei uns gibt es keine Grüppchenbildung“, erklärt Elmpt.

Der „alte Mann“ fühlt sich im Kreis der zum Teil deutlich jüngeren Teamkollegen genauso pudelwohl wie im Verein allgemein.

„Mein Vater hat mich mit zum Platz genommen, als ich vier war. Die handelnden Personen von damals sind zum Teil noch heute aktiv. Das ist schön.“ Daher verschwendet Robert Elmpt trotz des Abstiegskampfes in der Kreisliga A und der mit zunehmendem Alter steigenden Angst vor Verletzungen auch noch keinen Gedanken an ein Karriereende. „Ich will so lange wie möglich Fußball spielen. Diese Zeit kommt schließlich nicht mehr zurück.“

Aktuell ist der Rather SV II in der Kreisliga A 16. mit 18 Punkten. Es folgen als 17. KSC Tesla 07 (13 Punkte) und auf den Abstiegsplätzen: als 18. RW Lintorf (12), als 19. Hilden-Ost (3) und als 20. MSV Hilden (Mannschaft zurückgezogen).