Rhein Vikings hoffen auf versöhnlichen Jahresabschluss im Handball

2. Handball-Bundesliga : Vikings hoffen auf versöhnlichen Jahresabschluss

Vor dem Kellerduell gegen Wilhelmshaven am zweiten Weihnachtstag steht für die Handballer das Derby gegen Dormagen an. Für das Schlusslicht der 2. Handball-Bundesliga kann alles nur besser werden.

Derbyzeit in der zweiten Handball-Bundesliga: Der HC Rhein Vikings empfängt am Freitagabend (20 Uhr) zum Hinrunden-Abschluss den TSV Bayer Dormagen im Castello. Im Nachbarschaftsduell wollen die Vikings als Tabellenletzter endlich den zweiten Heimsieg dieser Saison einfahren. „Dormagen kann aber 60 Minuten Vollgas geben“, warnt der HC-Trainer Jörg Bohrmann. Es gelte daher, deutlich weniger technische Fehler zu machen als zuletzt beim 26:29 in Aue. „Da haben wir uns kämpferisch gezeigt und das Spiel nicht weggeschenkt“, nahm der Coach zur Kenntnis.

14 Pleiten haben die Vikings nunmehr in Serie kassiert, insgesamt gingen 16 der bisherigen 18 Spiele verloren. Bei gerade einmal drei Zählern und zehn Punkten Rückstand zum rettenden Ufer dürfte der Gedanke an den Klassenerhalt bei der Neuss-Düsseldorfer Spielgemeinschaft nur noch Zweckoptimismus darstellen.

Dennoch will sich das Team nicht komplett aufgeben. So kurz vor Weihnachten möchten sich die Vikings mit einem Derby-Heimsieg selbst beschenken. „Dormagen ist eine Mannschaft, die an guten Tagen mit den schönsten Handball der Liga spielt“, weiß Bohrmann jedoch um die Schwere der Aufgabe und führt aus: „Sie haben viele Eigengewächse und junge Leute. Sie unterliegen Formschwankungen, aber das ist ja völlig normal. Sie zeichnet eine gewisse Unbekümmertheit aus, spielen technisch guten Handball und beherrschen verschiedene Abwehr-Formationen.“

Es gelte, am Freitagabend ein „gutes Rückzugsverhalten“ zu zeigen und „kompakt in der Abwehr zu stehen“, um Spieler wie Lukas Stutzke oder Eloy Morante Maldonado in Schach zu halten. Dabei muss Bohrmann personell improvisieren. Bennet Johnen, Paul Skorupa und Miladin Kozlina fallen aus, hinter dem Einsatz von Philipp Pöter steht ein Fragezeichen. Zuletzt trainierten einige Spieler aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend mit, die eventuell auch gegen Dormagen zum Einsatz kommen könnten. Mit dabei ist auch wieder der reaktivierte Daniel Pankofer.

Nach dem Dormagen-Spiel können die Vikings nur kurz verschnaufen, denn schon am zweiten Weihnachtsfeiertag (15 Uhr) geht es mit einem weiteren Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Wilhelmshavener SV weiter. Dann soll die Revanche für die knappe 34:35-Hinspielniederlage gelingen. Mit zwei Siegen könnten die Vikings zudem noch einmal ein Ausrufezeichen im Tabellenkeller setzen.