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Football: Rhein Fire packt’s noch mal an

Football : Rhein Fire packt’s noch mal an

Ist die Saison 2007 für die Football-Profis von Rhein Fire gelaufen, weil die Mannschaft bereits drei Spieltage vor dem Ende der Meisterschaft keine Chance mehr besitzt, das Finale um den World Bowl zu erreichen? Natürlich nicht - so sieht es jedenfalls Headcoach Rick Lantz.

Er unterstrich dies bereits am vorigen Samstag nach der 10:23-Niederlage bei Frankfurt Galaxy: "In jeder Partie, von Woche eins bis Woche zehn, gehen die Spieler aufs Feld, um zu gewinnen." Das können die US-Talente am Sonntag ab 16 Uhr in der LTU-Arena gegen die Amsterdam Admirals beweisen. Lantz zumindest traut ihnen das zu - sonst wäre er ja auch ein schlechter Trainer.

Der letzte Tabellenplatz sage nichts über den Einsatzwillen seiner Jungs aus, die in jeder Begegnung alles versucht hätten. Eine Feststellung, die der Beobachter jeder Fire-Partie im Jahr 2007 durchaus teilen mag. Der Mannschaft fehlt vielmehr die sportliche Klasse, um mehr als nur in einzelnen Situationen eine überdurchschnittliche Leistung zu präsentieren. Dieser Eindruck aus dem ersten Match gegen Berlin Thunder (3:15) wurde in den folgenden Wochen verstärkt.

Nicht nur Fire ist aus dem Final-Rennen, sondern mit einiger Sicherheit auch schon jetzt zwei der letzten Gegner, nämlich Amsterdam und Berlin. Lediglich die Hamburg Sea Devils, die zum Saisonende am 16. Juni in Düsseldorf gastieren, haben zumindest noch bis zu ihrem Auftritt morgen bei den Centurions Köln eine realistische World-Bowl-Chance.

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Die Bedeutung dieser drei Duelle wird dadurch von Lantz jedoch keineswegs herunter geschraubt. Gerade in dieser Lage könnten die Aktiven zum Charaktertest den Rasen betreten, der in der Arena wieder neu ausgelegt wurde. Die Scouts der Teams aus den USA beobachten genau, wer sich jetzt hängen lässt oder sich engagiert zeigt, um seine sportlichen Ziele zu verfolgen. Die Fans hoffen natürlich, dass dies alles nicht nur schöne fromme Wünsche bleiben, um die Spannung auf Minimal-Flamme zu halten.

Erstmals in dieser Saison ist bei den Gastgebern auch Brian Wrobel als dritter Quarterback dabei, der somit neben Cody Pickett und Brett Elliott eingesetzt werden könnte. Zudem präsentiert Fire - bedingt durch die vielen Ausfälle - in Charles Anthony einen neuen Runningback. Der 24-Jährige gehörte zuletzt zum Kader von Frankfurt Galaxy. Der Transfer wurde nötig, weil sich die Verletzung von Jimmy Dixon als schwerwiegend herausstellte. Der Runningback erlitt einen Wadenbeinbruch - schon der fünfte Fire-Spieler mit einer Knochenfraktur in dieser Saison.

(RP)