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Rhein Fire kassiert zweite Heimniederlage​

Football : Rhein Fire kassiert zweite Heimniederlage

Rhein Fire ist im Rückspiel der ELF gegen die Hamburg Sea Devils ohne Quarterback Matt Adam chancenlos. Vor 7792 Zuschauern unterliegen sie dem Vorjahresfinalisten mit 16:40.

David Wallen hatte es vor dem Rückspiel zwischen Düsseldorf Rhein Fire und den Hamburg Sea Devils in der European League of Football (ELF) im  „Rhein Fire Podcast“ unter der Woche auf den Punkt gebracht: „Glen Toonga darf nicht wieder über uns drüber rutschen“, sagte der Co-Owner des Düsseldorfer Footballteams und warnte damit vor einer Wiederholung des Hinspiels. Damals hatte Toonga die Düsseldorfer mit vier Lauf-Touchdowns fast im Alleingang besiegt. Am Sonntag hatten die Footballer von Rhein Fire Toonga nun phasenweise zwar etwas besser im Griff, trotzdem hatten sie der Offensivpower der Sea Devils letztendlich nur wenig entgegenzusetzen. Vor 7792 Zuschauern unterlagen sie dem Vorjahresfinalisten mit 16:40.

Pressesprecher Martin Wagner musste nach dem Spiel anerkennen: „Hamburg ist uns zurzeit einfach überlegen. Sie sind das bessere Team.“

Die Düsseldorfer mussten dabei ohne ihren Top-Quarterback auskommen. Matt Adam verletzte sich unter der Woche schwer und fällt für den Rest der Saison aus. Für ihn begann Rohat Dagdelen. Später kam auch Jadrian Clark zum Einsatz, doch beide Spieler konnten dem Spiel nicht ihren Stempel aufdrücken. Clark wurde erst unter Woche verpflichtet und hatte erst eine Trainingseinheit mit der Mannschaft. Der erfahrene US-Amerikaner ließ sein Können zwar immer wieder aufblitzen, hatte aber noch einige Abstimmungsfehler. Deshalb stellte Wagner nach dem Spiel klar: „Die Umstellung von Matt Adam auf einen anderen Quarterback ist nicht in zwei Tagen erledigt. Wir hatten mit dem neuen Quarterback eine Trainingseinheit. Das reicht auf dem Niveau einfach nicht.“

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Die Hamburger wirkten hingegen perfekt eingespielt und traten von

Anfang an sehr dominant auf. Quarterback Salieu Ceesay führte seine Offensive ruhig übers Feld, und sorgte schließlich fünf Minuten vor dem Ende des ersten Viertels selbst für die ersten Punkte des Tages. Aus kurzer Distanz lief er den Ball in die Endzone.

Düsseldorfs Quarterback Rohat Dagdelen begann dagegen nervös. Die Defensive Line der Hamburger setzte ihn früh unter Druck und konnte einen Passversuch von Dagdelen abfangen. Nur wenige Sekunden nach dem Beginn des zweiten Viertels bediente Ceesay dann seinen Wide Receiver, der für den zweiten Touchdown des Spiels sorgte.

Jim Tomsula reagierte auf den frühen Rückstand und brachte Jadrien Clark für Dagdelen in die Partie. Der US-Amerikaner brachte die Düsseldorfer immerhin in Field Goal-Reichweite – Kicker Daniel Schumacher verkürzte zum zwischenzeitlichen 3:14.

Kurz vor der Pause war es dann zum ersten Mal Toonga, der die Zuschauer in der Duisburger Arena kurzzeitig verstummen ließ. Der beste Runningback der Liga tankte sich in die Endzone durch und baute den Vorsprung auf 18 Punkte aus. Wenige Sekunden später schöpften die Rhein Fire-Fans dann aber wieder Hoffnung. Omari Williams trug den Kick-Off der Hamburger über das gesamte Feld bis in die Endzone und sorgte für den 21:10-Halbzeitstand.

Nach der Pause kamen die Düsseldorfer mit viel Energie aufs Feld, doch sie machten sich mit kleinen Fehlern immer wieder selbst das Leben schwer. Erst verschoss Daniel Schumacher ein Field Goal, dann ließ Jason Aguemon sich den Ball aus der Hand schlagen. So sorgte Toonga wenig später mit seinem zweiten Touchdown für die Vorentscheidung.

Doch damit hatten die Hamburger immer noch nicht genug. Ein Field Goal und ein weiterer Touchdown von Quarterback Ceesay schraubten das Ergebnis in die Höhe. Der Touchdown von Patrick Poetsch eine Minute vor dem Ende war für Rhein Fire dann nur noch Ergebniskosmetik.

Durch die Niederlage bleiben die Düsseldorfer in der Southern Conference auf dem zweiten Platz. Am kommenden Wochenende kommt es gegen die Barcelona Dragons zum erneuten Spitzenspiel.