Pferdesport: Red Lips erfüllt den Plan

Pferdesport: Red Lips erfüllt den Plan

Die zweijährige Stute gewann am Sonntag unter ihrem Jockey Andre Best das Hauptereignis des Tages auf der Grafenberger Galopprennbahn, das Auktionsrennen. Stefanie Hofer holte gleich zwei Siege.

Rennpferde zu trainieren, ist kein ganz einfacher Job. Sie richtig zu managen, dann an den Start zu bringen, wenn sie auch gewinnen können - das ist noch schwieriger. Andreas Löwe, Trainer in Köln, hatte mit der von ihm betreuten zwei Jahre alten Stute Red Lips seit dem Frühjahr einen Plan. Ein Start im Mai in Baden-Baden, dann "bewusst eine Pause bis zu dem Auktionsrennen in Düsseldorf". Diese Überlegungen sind hervorragend aufgegangen, denn Red Lips gewann am Sonntag das mit 52 000 Euro bestens dotierte Hauptereignis der Rennen in Grafenberg.

Für ihren Besitzer Hans-Dieter Lindemeyer aus dem sächsischen Taucha ist die Rennbahn in der Landeshauptstadt ein erfolgreicher Weidegrund. Mit seinem übersichtlichen Rennstall hat er hier Rennen wie den Preis der Diana und die German 1000 Guineas gewonnen, vor Ort war er gestern allerdings nicht. "Wir laufen jetzt mit Red Lips in den Auktionsrennen in Frankfurt und Baden-Baden, das waren immer unsere Überlegungen", kommentierte Löwe.

Jockey Andre Best musste im Finish aber auf der Hut sein, denn die aus Frankreich angereiste Celia griff in der entscheidenden Phase noch einmal energisch an. "Schade", meinte Besitzer Alexander Pereira, "wir sind trotzdem zufrieden." Der Intendant der Festspiele in Salzburg wird sein Pferd im Oktober erneut nach Baden-Baden schicken: "Wir versuchen die Revanche gegen Red Lips", sagte er.

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Auch im Junioren-Preis, dem zweiten wichtigen Rennen der bei hochsommerlichen Temperaturen nicht ganz so gut wie sonst besuchten Bahn, hatte Pereira keinen Grund zum Jubel, denn seine Stute Beatrice wurde nur Vierte. Der Sieg in dieser renommierten Prüfung für Zweijährige ging an Gestüt Röttgens Daktani, der sich gegen den Favoriten Empire Hurricane durchsetzte. Das war schon vor vier Wochen an gleicher Stelle der Fall, doch war damals Empire Hurricane als Erster durchs Ziel gegangen, musste aber wegen Behinderung eines Konkurrenten zurückgestuft werden. Auch diesmal driftete der Hengst die gesamte Zielgerade herunter nach außen, kam Daktani zu nahe, doch ging dieser am Ende doch noch an ihm vorbei.

"Ein richtig gutes Pferd, das sich weiter gesteigert hat", meinte Trainer Markus Klug zu dem von Eugen Frank gerittenen Röttgener. Ganz sicher ist er ein Kandidat für das Deutsche Derby 2013. Von den Aktiven hatte Stefanie Hofer mit zwei Siegen die beste Erfolgsquote. Mit Birthday Prince und Jolie Fille gewann sie zwei Rennen und unterstrich einmal mehr ihre Position als bester weiblicher Jockey im Lande.

(ila)
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