PSD-Bank-Meeting: Der Nachwuchs eröffnet das Meeting

Leichtathletik : Der Nachwuchs eröffnet das Meeting

Bevor am Dienstag im Arena-Sportpark die Leichtathletik-Stars ins Rampenlicht treten, dürfen Düsseldorfs Talente ran.

Pamela Dutkiewicz ist am Start. Beim PSD-Bank-Meeting ist die Hürdensprinterin des TV Wattenscheid eine der Anwärterinnen auf den Sieg über die 60-Meter-Hürdendistanz. Ob es was wird mit Platz eins in der Leichtathletikhalle im Arena Sportpark ist fraglich. Die 28-Jährige hat in dieser Hallensaison erst zwei Läufe bestritten und ist mit 8,26 Sekunden noch etwas von ihrer Bestzeit von 7,79 Sekunden entfernt. Das ist Antonia Zein (ART) eigentlich egal, denn sie freut sich so oder so die mehrfache deutsche Meisterin und Vize-Europameisterin 2018 zu sehen. „Sie ist mein Vorbild“, gesteht die 14-Jährige Düsseldorferin. „Es ist cool mit ihr in persönlichen Kontakt treten zu können und mir ein paar Tipps von ihr abzuholen.“

Dass es dazu kommt, da hat die Nachwuchsleichtathletin keine bedenken, ist Dutkiewicz doch eine Freundin ihres Vaters. „Ich habe Pamela über meinen Vater auch schon kennengelernt“, verrät Zein. Sie tritt am Anfang des Meetings in der 8x100-Meter-Staffel an. „Es sind die Vereinsstaffeln vom ASC Düsseldorf, SFD 75, TV Angermund und ART am Start“, so Zein. „Es ist zwar eine besondere Staffel, weil Mädchen und Jungen in gemischten Teams unterwegs sind, und auch weil es eine 8x100-Meter- Staffel als Wettkampfdisziplin gar nicht gibt, aber wir wollen trotzdem gewinnen.“

Dass gerade am Anfang des Meetings 2000 Augenpaare auf die Staffeln gerichtet sein werden, weil ansonsten keine andere Disziplin zeitgleich ausgetragen wird, und dass ihre Familie und so einige Freunde in der Halle sein werden, macht Zein nicht nervös. „Ein bisschen aufgeregt bin ich schon, aber der große Spaßfaktor überdeckt das“, verrät Zein. „Und dass meine Eltern und viele Freund zuschauen, ist für mich eher Motivation als Druck.“ Außerdem ist sie ja schon ein „alter Hase“ beim Meeting. „Ich bin schon in Staffeln mitgelaufen und war auch schon als Helferin dabei. Deshalb kenne ich die Atmosphäre.“

Zein, die Schlussläuferin der ART-Staffel sein wird, hat den Vorteil, dass nicht sie allein für den Erfolg oder Misserfolg der ART-Staffel verantwortlich ist. Bei ihrem Vereinskamerad Lorenz Raschke sieht das anders aus. Der 15-Jährige startet im U18-Rennen über 200 Meter. Das ist nicht seine Lieblingsdisziplin. „Ich bin Zehnkämpfer und dabei stehen die 200 Meter nicht auf dem Wettkampfprogramm“, erläutert Raschke. „Ich kenne auch so einige meiner Gegner. Daher weiß ich, dass ich von den Vorleistungen her nicht der Schnellste bin.“ Seiner Kenntnis nach dürfte das Ricardo Mercedes (ASV Köln) mit 22,69 Sekunden sein.

Für Raschke geht es auch darum, Erfahrungen zu sammeln, wie es ist vor so vielen Leuten wie auf dem Präsentierteller zu agieren. Darauf hat er sich speziell vorbereitet. „Im Training habe ich viele 200-Meter- Läufe gemacht und Mentalcoaching von meinem Trainer bekommen. Ich fühle mich gut vorbereitet. Die Nervosität hält sich in Grenzen“, meint der Zehnkämpfer, dessen Lieblingsdisziplin der Stabhochsprung ist. Für Raschke ist das Meeting Höhepunkt und Durchgangsstation zugleich, denn ein Zehnkampf gab es in der Meeting Aera noch nicht – und wird es wohl auch nicht geben. Aber Raschke konzentriert sich auf die Vielseitigkeit. „Ich will im Zehnkampf besser werden, mich für deutsche Meisterschaften und internationale Wettkämpfe qualifizieren.“ Da kann die Erfahrung im Umgang mit vielen Zuschauern helfen.