Preuß fordert weitere Titel

Heute (19 Uhr) soll die Borussia gegen Grenzau den Schritt ins Finale der Deutschen Tischtennis Ligamachen. Den nationalen Pokal hat das Team schon geholt, in der Champions League steht es bereits im Endspiel.

"Wir wollen das Triple," fordert Borussen-Manager Andres Preuß. Die Tischtennis-Cracks vom Staufenplatz sind drauf und dran, der Forderung ihres "Chefs" nachzukommen. Den Deutschen Pokal der Saison 2009/10 haben sie bereits gewonnen, den Einzug ins Champions-League-Finale konnten die Düsseldorfer kürzlich ebenfalls feiern. Zum möglichen Dreifach-Triumph fehlt aber auch noch der nationale Meistertitel.

Rückspiel vor heimischer Kulisse

Den Schritt ins Finale der Deutschen Tischtennis Liga (DTTL) wollen die Borussen heute Abend (19 Uhr) machen. Im Rückspiel der Vorschlussrunde erwarten sie im Arag Center-Court am Staufenplatz den TTC Zugbrücke Grenzau. Nach dem 3:1-Sieg im Westerwald stehen die Chancen für die Borussia gar nicht so schlecht. Theoretisch können sich die Gastgeber sogar eine 2:3-Niederlage gegen den früheren Meister erlauben und wären der Titelverteidigung dennoch näher gekommen.

Doch von Rechenspielen will Borussen-Trainer Dirk Wagner nichts wissen. "Wir wollen gewinnen. Punkt", meint der Coach. Und dafür bietet er neben Christian Süß und Trinko Keen auch den zehnmaligen Europameister Timo Boll auf. Im Vertrauen auf die Stärke des Trios verzichtet Wagner auf Seiya Kishikawa. Der stämmige Japaner hat sein Bänderverletzung im Fuß noch nicht hundertprozentig auskuriert. "Mir ist lieber, dass er sich in Ruhe auf das Aufbautraining konzentriert und uns dann im Champions-League-Finale in Charleroi wieder fit zur Verfügung steht", meint Wagner. Auch ohne "Kishi", mit Boll, Süß und dem 38-jährigen Keen, sind die Borussen favorisiert und vorsichtig optimistisch. "Grenzau ist ein gefährlicher Gegner für uns. Da sind wir noch lange nicht durch. Trinko verliert in Grenzau, Christian unterliegt in der Bundesligarunde Matsudaira, meine Partie gegen Patrick Baum war auch nicht deutlich gewonnen. Grenzau wird auch noch was mit der Aufstellung versuchen. Wir müssen aufpassen", warnt Boll, der wie seine Kollegen nicht zur Überheblichkeit neigt.

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Grenzaus Trainer Michele Comparato hat die Hoffnung aufs DTTL-Endspiel noch nicht ganz aufgegeben. "Die Stimmung ist gut, alle sind gesund und voll im Training. Wir haben noch eine theoretische Chance und gehen sicher nicht nach Düsseldorf, um uns abschießen zu lassen, sondern versuchen, uns mit einer guten Leistung zu präsentieren", meint der Grenzauer Coach. Er bietet Lucjan Blaszczyk, Patrick "Patti" Baum, der in der kommenden Saison für die Borussia spielen wird, Tomas Pavelka und Kenji Matsudaira auf.

Trotz der Anspannung in beiden Teams ist immer noch Platz für Frotzeleien. "Wir drücken Patti gerne mal einen Spruch rein, dass er es gegen uns ruhig laufen lassen könnte, wo er doch demnächst bei uns spielt. Aber gerade in so einem Spiel will er zeigen, wie stark er ist. Wir dürfen keine Geschenke erwarten", erklärt Süß. Auf Geschenke sind die Borussen allerdings auch nicht angewiesen, wenn sie in Normalform spielen.

(RP)