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Lokalsport: Pollmächer unterstützt ART-Damen

Lokalsport : Pollmächer unterstützt ART-Damen

Das Marathon-Ass arbeitet als Athletiktrainer mit den Basketballerinnen.

Sie rackern und ackern, der Schweiß fließt. Hochkonzentriert und engagiert absolvieren die Basketballerinnen des Landesliga-Aufsteigers ART derzeit ihre Saisonvorbereitung. An ihrer Seite haben sie einen prominenten Gast: André Pollmächer, im vergangenen Jahr Achter der Europameisterschaften im Marathonlauf, arbeitet sechs Wochen lang als Athletiktrainer mit dem Team.

Die Idee dazu hatte Trainer Sean Lowe. "Ich gehe gern neue Wege und lasse mich von anderen Sportarten inspirieren", erklärt der 31-Jährige. Vergangenen Sommer lernte er Pollmächer kennen, der beim ART Coach für die Leistungsgruppe Mittel- und Langstrecke ist. "Seine Übungen haben mich begeistert, deshalb habe ich ihn angerufen", verrät Lowe. Pollmächer war überrascht. "Es ist ungewöhnlich, weil viele Trainer in ihren eigenen Sportarten bleiben. Dabei gibt es immer gewisse Schnittmengen. Für mich ist es eine Ehre, dass mir die Basketballerinnen das Vertrauen schenken. Schließlich ist der ART mein Verein, und als Düsseldorfer helfe ich dem Düsseldorfer Sport gerne", betont der 32-Jährige. Ziel ist es, "dass die Damen weiter durch Schnelligkeit überzeugen und konditionell stärkste Mannschaft auch in der neuen Liga sind", sagt Lowe. "Als Aufsteiger steht man mit dem Rücken zur Wand. Deshalb müssen wir mehr als andere tun." Insgeheim hofft er sogar auf mehr. "Unser Traum ist die Oberliga."

Wesentlicher Bestandteil der Arbeit mit Pollmächer (zweimal pro Woche) ist das Zirkeltraining. "Nach jeder Station gibt es nur minimale Pausen. So arbeitet man auf voller Frequenz", erklärt der mehrfache deutsche Meister. Ob Liegestütze, Sit-Ups, Seilsprünge, Kreuzheben, das "Klappmesser" oder basketballspezifische Übungen - die Spierlerinnen sind stets engagiert dabei. "Die Mädels nehmen Tipps an. Sie merken, dass es weiterhilft. Das entspricht meiner Devise: Ich möchte keinen überreden, ich möchte überzeugen", erklärt Pollmächer. Die ersten Erfolge könne man nach sechs Wochen sehen. Die Zusammenarbeit soll damit aber nicht beendet sein. Eine ganzjährige Begleitung und ein Trainingsblock in der Winterpause sind angedacht.

Dank der intensiven Vorbereitung sollten die Damen für die Saison gut gerüstet sein. Zwar mussten sie in Caro Schürmann (Ausland) sowie Joana Schuy und Sarah Weilbier (beide Karriereende) drei Abgänge verkraften, doch zugleich konnten sie bereits drei Zugänge begrüßen. Susanne Wissenbach und Lisa Richter rücken aus der zweiten Mannschaft hoch. Ein "Sechser im Lotto", so Lowe, ist Judith Dern. Die Aufbauspielerin trat vor vier Jahren noch für die TG Neuss in der zweiten Bundesliga an. "Judith ist sportlich und menschlich ein Riesengewinn fürs Team", schwärmt der Coach. Am 24. August (20.15 Uhr) gibt es in der ersten Runde des WBV-Pokals gegen den Oberliga-Aufsteiger TV Grafenberg die erste Standortbestimmung.

(RP)