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Football: Panther ringen Berlin nieder

Football : Panther ringen Berlin nieder

Die Düsseldorfer haben in der German-Football-League den Hauptstadtklub Berlin Adler mit 41:35 bezwungen und behaupten damit den dritten Tabellenplatz. Durch viele Fehler auf beiden Seiten entwickelte sich zwar eine spannende, aber nur selten hochklassige Begegnung.

Eine Sekunde vor Abpfiff der GFL-Partie zwischen den Panthern und den Berlin Adlern hielten die 1300 Zuschauer im Stadion des VfL Benrath die Luft an.

Die Panther führten zu diesem Zeitpunkt mit 41:35, die Berliner durften nach einem eigenen Touchdown den Ball mit einem Kick, bei dem die Uhr nicht weiter läuft, noch einmal ins Spiel bringen. Wären also die Gäste von der Spree noch einmal in Ballbesitz gekommen, hätten sie noch einen Angriffszug gehabt, um ein Unentschieden oder sogar einen Sieg herauszuholen. Erwartungsgemäß versuchten die Adler den eiförmigen Ball mit einem ganz kurzen Schuss (Onside-Kick) zu einem eigenen Mann zu bringen. Doch Panther-Tightend Loan Flemming reagierte am schnellsten und begrub den Ball unter sich. Damit war die Spielzeit vorbei, und der siebte Sieg im elften Spiel stand für das Team von Cheftrainer Martin Hanselmann mit einem 41:35 (14:14, 14:0, 0:7, 13:14) fest.

Zuvor hatten die Besucher eine Partie erlebt, bei der sie sich über elf Touchdowns freuen konnten. Als die Hausherren zur Pause mit 28:14 führten, deutete alles auf einen glatten Erfolg hin. Aber die Berliner um ihre überragenden Ballträger Tory Cooper und Cedric Macia hatten noch so manche Überraschung für die Defense der Panther bereit. Die hatte sich schon beim ersten Touchdown der Gäste düpieren lassen, als diese bei einem vierten Versuch noch 35 Yard bis zur Endzone hatten. Statt des erwarteten Punts zeigten die Adler einen Trickspielzug, der Macia in Ballbesitz brachte. Dieser überlupfte die heranstürmende Abwehr der Panther und gab so seinem Mitspieler Thomas Feigentreu die Möglichkeit, ungestört den Ball 35 Yards zum Touchdown zu tragen.

Niklas Römer hatte neun Minuten vor dem Abpfiff seine Farben mit seinem zweiten Touchdown-Fang mit 35:21 in Führung gebracht, als der Sieg der Panther wenig später doch noch einmal auf wackligen Füßen stand. Doch bei einem vierten Versuch durch Cooper hielt die Defense der Düsseldorfer und brachte die eigene Offense noch einmal in Ballbesitz. Routinier Estrus Crayton wechselte von der Receiver- auf die Runningback-Position. Eine Maßnahme. die sich bewähren sollte. Exakt 61 Sekunden standen noch auf der Spieluhr, als sich der 41-Jährige den Ball schnappte und über 32 Yard zum 41:28-Zwischenstand trug. Doch die Berliner zogen mit sieben Punkten nach und es blieb immer noch eine Sekunde Zeit. Als der Ball dann unter dem Körper von Panther Flemming lag, gab es keinen Zweifel mehr, wer das 30. Duell der beiden Football-Altmeister für sich entschieden hatte.

Punkte Panther: Niklas Römer 12, Marcel van Eck 6, Steve Coles 6, Robert Demers 6, Estrus Crayton 6, Markus de Haer 5.