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Tischtennis: Nicht auf Rechenspiele einlassen

Tischtennis : Nicht auf Rechenspiele einlassen

Die Ausgangsposition ist komfortabel und gefährlich zugleich. Mit 3:1 hatten die Tischtennisspieler der Düsseldorfer Borussia das Halbfinale im Pokal der Europäischen Tischtennis Union (ETTU) gegen Sport Athlétique Gazinet Cestas (Frankreich) gewonnen. Das Tor zum Einzug ins Finale ist weit aufgestoßen. "Wir dürfen jetzt nur nicht verkrampfen. Jeder muss seine Spiele gewinnen wollen. Keiner darf sich auf den anderen verlassen", warnt Borussen-Coach Dirk Wagner vor dem heutigen Rückspiel in der Nähe von Bordeaux.

Nicht alle Borussen treten die Reise in die französische Weinregion an. Bartosz Such hat anderes im Kopf als den ETTU-Pokal. Der Pole heiratet heute seine Freundin Martha in seinem Heimatland. Da im Europapokal nur Dreier-Mannschaften gegeneinander antreten, reicht das verbliebene Quartett mit Christian Süß, Petr Korbel, Jun Mizutani und Danny Heister völlig aus. Ob Wagner sein Spitzentrio Süß, Korbel und Mizutani an die Platte schicken kann, wird sich erst nach dem Abschlusstraining zeigen. Korbel plagen Rückenprobleme. "Für einen Normalsterblichen wäre sein Rücken in Ordnung, für einen Hochleistungssportler allerdings nicht", erläutert Wagner.

Aus taktischen Gründen wird sich der Düsseldorfer Tscheche auf jeden Fall einspielen, egal ob er tatsächlich eingesetzt wird. Denn die Borussia will den Franzosen im Vorfeld der Partie keinen Hinweis auf die eigene Aufstellung geben. Im Europapokal kann die Setzliste der Spieler frei gewählt werden. Sollte Korbel ausfallen, muss Jun Mizutani die Lücke ausfüllen. "Dann kann er beweisen, dass er auch mit diesem Druck Spiele für uns gewinnen kann", sagt Wagner.

Ob mit oder ohne Korbel, die Borussen wollen das Spiel gewinnen und sich nicht auf Rechenspiele einlassen. Auch eine 2:3-Niederlage reicht, um das Finale zu erreichen "Wir sind keine Übermannschaft, aber wir sind gut. Besser als Cestas", behauptet der Coach. Die Düsseldorfer wollen von Anfang an zeigen, dass sie die Begegnung gewinnen möchten. Dabei zählt Wagner auf Süß.

Im Hinspiel hatte der 21-Jährige noch die einzige Niederlage kassiert. "Er befindet sich wieder auf dem aufsteigenden Ast. Er hätte schon im Hinspiel gegen Liu Song gewinnen können. Nach seinem Formanstieg und der Erfahrung der ersten Partie wird er ihn dieses Mal packen", ist sich Wagner sicher. Neben Song stehen noch Finn Tugwell (Dänemark) und der Franzose Eric Varin im SAG-Team. "Tugwell und Varin dürfen gegen uns eigentlich keinen Punkt machen", urteilt Wagner. Sollte der Trainer Recht behalten, stünde die Borussia im Finale des ETTU-Pokals.

(RP)