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Mark Gebhardt spielt eine starke Saison bei den Basketballern der ART Giants.

Basketball : Still und leise zum Leistungsträger

Mark Gebhardt spielt eine starke Saison bei den Basketballern der ART Giants. Trainer Kevin Magdowski lobt den Zugang als eine der tragenden Säule der unserer Mannschaft.

(cle) Wenn von den Basketballern der ART Giants die Rede ist, fallen dem geneigten Zuschauer oft zuerst die Namen der drei Topscorer ein: Mavin, Gulley, Mikutis. Ein Spieler, den zumindest viele Gegner der 2. Bundesliga Pro B Nord (noch immer) nicht auf dem Schirm haben, ist Mark Gebhardt. Der 26-jährige Flügelspieler ist Verteidigungsspezialist und setzt auch offensiv immer mehr Akzente.

„Mark hat sich in dieser Saison enorm weiterentwickelt. Von einem Rollenspieler, der eine wesentliche Figur spielte, ist er schnell zu einer tragenden Säule unserer Mannschaft geworden“, erklärt Trainer Kevin Magdowski. Als Verteidigungsspezialist ist es Gebhardts Aufgabe, die gegnerische „Hauptwaffe“ aus dem Spiel zu nehmen. Mit seiner Athletik, Schnelligkeit, Energie und Penetranz gelingt dem 1,98 Meter großen Flügelspieler dieses ausgezeichnet. Auffällig ist, dass sich Gebhardt nun auch häufiger ins Offensivspiel einschaltet und den Abschluss sucht. So punktete er in drei der letzten vier Partien zweistellig. „Seit einiger Zeit legen wir eine schnellere Spielweise an den Tag. Das kommt Mark komplett entgegen. Bei sehr vielen Schnellangriff-Situationen ist er dabei“, betont Magdowski. Wenn der Coach über Gebhardt spricht, gerät er ins Schwärmen: „Mark ist sehr professionell. Er ist ein Vorbild an Disziplin, Pünktlichkeit und Einsatz. Ich kann mich an keine Situation erinnern, in der ich ihn kritisieren musste. Und obwohl er immer aus Moers nach Oberkassel kommt, ist er nicht ein einziges Mal zu spät erschienen. Das ist sehr beeindruckend!“

Gebhardt, der sehr mannschaftsdienlich denkt, freut ich über das Lob. „Ich schaue immer, wo ich gebraucht werde. Zu Saisonbeginn war eine stabile Defensive wichtig, die anderen Jungs konnten sich auf ihre Aufgaben in der Offensive konzentrieren. Diese Rollenverteilung war absolut in Ordnung. Ich erzwinge nichts und schaue auch nicht auf die Punkte.“ Durch die neue, schnellere Spielweise „können wir unsere Topscorer entlasten. Ich kann meine Athletik besser einbringen, bin jetzt freier. Es fällt mir auch nicht schwer, mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich spüre das komplette Vertrauen der Trainer und Mitspieler“, betont Gebhardt. Trotzdem habe er sich nach dem letzten Spiel „ein bisschen schlecht gefühlt, „weil ich mit zwölf Abschlüssen zusammen mit Dennis Mavin die meisten im Team hatte, jedoch eine bessere Trefferquote hätte hinlegen können“, zeigt sich der 26-Jährige selbstkritisch.

Auf jeden Fall ist der gelernte Medienkaufmann, der an der Fernuni Marketing studiert, ein Riesengewinn für die Düsseldorfer. Welch ein Glück, dass sich Gebhardt nach vier Jahren bei ETB Essen (Pro A) und drei Jahren in Bochum (Pro B) vergangenen Sommer dazu entschied, wieder in seine Heimat nach Moers zu ziehen. Die Verantwortlichen der ART Giants hatten früh davon Wind bekommen und konnten ihn verpflichten.

Nun hofft Gebhardt, dass die Saison so lange wie möglich für den Club läuft – sprich Playoff-Teilnahme, „vielleicht erreichen wir sogar die zweite Gruppenphase. Das Team ist heiß, die Chemie stimmt“, betont er. Für die Off-Season hat er bereits einige Pläne: Lernen fürs Studium ist angesagt. Als Ausgleich geht er gerne in Zoos. „Diese Leidenschaft hatte ich schon als Kind. Ich war auch schon einmal auf einer Safari in Afrika“, verrät Gebhardt. Vor drei Jahren hat er mit der Tierfotografie begonnen. Für das perfekte Foto muss er ganz ruhig bleiben und auf den perfekten Moment warten – anders als auf dem Basketballfeld, wo er mit schnellen Bewegungen die Gegenspieler immer wieder aus dem Konzept bringt.