Marathon : Läufer haben WM-Norm im Blick

Beim Marathon am Sonntag können einige Athleten die Qualifikation schaffen.

Über Düsseldorf nach Doha – so lautet für so einige Teilnehmer des Metro-Marathons am Sonntag die Losung. In der katarischen Hauptstadt werden nämlich vom 28. September bis zum 6. Oktober die Leichtathletik-Weltmeisterschaften ausgetragen, und der Lauf über die 42,196-Kilometer-Distanz in der Landeshauptstadt ist ein vom Internationalen Leichtathletikverband IAAF anerkanntes WM-Qualifikationsrennen. Die IAAF hat die Qualifikationsnorm bei den Herren auf 2:16 Stunden und bei den Damen auf 2:27 Stunden festgelegt.

Die geforderten Zeiten können im Elitefeld des Marathons einige Läuferinnen und Läufer unterbieten. Allen voran der Russe Fedor Shutov. Er hat seit 2016 mit 2:11:26 Stunden seine persönliche Bestzeit stehen. Zwar sind russische Leichtathleten immer noch von der IAAF gesperrt, doch Shutov hat eine Ausnahmegenehmigung erhalten und startet in Düsseldorf als „neutraler Athlet“. Unter der Norm blieb auch schon Tom Gröschel (Rostock) beim Metro-Marathon im vergangenen Jahr mit seinem dritten Platz und einer Zeit von 2:15:20 Stunden. Eine Wiederholung würde dem Deutschen Leichtathletikverband aber nicht zur WM-Nominierung reichen, denn der DLV hat die nationale Norm auf 2:13 Stunden festgelegt. Gröschel ist aber auch das zuzutrauen, hat er doch selbstbewusst eine neue persönliche Bestleistung angekündigt.

Die IAAF-Norm im Blick haben auch die Niederländer Ronald Schröder, Gert-Jan Wassink, der Kasache Mikhail Krassilov, der Venezolaner Luis Orta Millan und der Neuseeländer Malcom Hicks. „Es stehen 13 Läufer mit Bestzeiten unter 2:20 Stunden an der Startlinie. Ich rechne damit, dass es lange ein kompaktes Feld geben wird“, sagt der Athletenmanager Christoph Kopp.

Im Frauenfeld haben die Peruanerin Jovana De La Cruz Capani (2:31:33), die Norwegerin Runa Skrove Falch (2:33:52), die Kolumbianerin Erika Abril Suarez (2:33:33), die Ungarin Zsofia Erdely (2:35:37), Hiruni Kesara Wijayaratne (2:36:35) aus Sri Lanka und Anna Hahner (2:26:44) die IAAF-Norm bereits mindestens einmal unterboten.

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