Lokalsport: Manuel Haber verlässt den SC West

Lokalsport: Manuel Haber verlässt den SC West

Der Abwehrspieler des Fußball-Oberligisten muss sich aus beruflichen Gründen einen neuen Verein in einer tieferen Spielklasse suchen. Derweil will die Turu mit einem Sieg beim FC Kray den Klassenerhalt endgültig perfekt machen.

SC West - SpVg Schonnebeck. In gewisser Weise war der SC West ein Künstler. Kein anderes Oberliga-Team hatte es in der Hinrunde geschafft, die SpVg Schonnebeck zu besiegen. Dies gelang nur dem SCW - mit 3:0 sogar relativ deutlich. Mittlerweile mussten die "Schwalben" weitere Negativerlebnisse hinnehmen. Nachdem die Grün-Weißen dem KFC Uerdingen bislang als einziger Klub Paroli im Kampf um den Aufstieg boten, folgten zuletzt drei Niederlagen in Folge.

Durch das jüngste 2:0 gegen den TSV Meerbusch scheint das Tief des Tabellenzweiten aus Essen allerdings überwunden zu sein. "Dass sie die Pleiten-Serie nicht umhaut und sie ruhig weiterarbeiten, macht den Verein sympathisch", sagt Marcus John. Vor dem morgigen Rückspiel (15 Uhr, Schorlemerstraße) spricht der SCW-Trainer voll des Lobes über den Kontrahenten: "Vor den Schonnebeckern muss man den Hut ziehen. Sie sind mit uns aufgestiegen und haben sich ebenso kontinuierlich verbessert."

Spieler wie Kai von der Gathen oder Kevin Barra hatte er einst selbst trainiert. Mit sechs Treffern ist Letztgenannter eine feste Säule der Schonnebecker 60-Tore-Offensive. Gegen eine derartige Durchschlagskraft ist eine stabile Defensive gefordert. Für den nötigen Rückhalt soll Alexander von Ameln sorgen. Der Torwart stand zuletzt beim 0:1 gegen SW Essen zwischen den Pfosten. "Alex bringt gute Leistungen im Training und hat es sich verdient, gegen Schonnebeck anzufangen", erklärt John. Während Fabian Stutz verletzungsbedingt ausfällt (Kapselriss im Schultereckgelenk), wird Abwehrrecke Manuel Haber den SCW verlassen. "Er muss aus beruflichen Gründen kürzertreten und ist daher auf der Suche nach einem Bezirksligisten mit einer guten Teamchemie. Ich finde es schade, dass er geht, und kann nur jedem Verein empfehlen, Manu zu holen", äußert sein Coach. Der sichere Klassenerhalt würde vorher noch für einen gelungenen Abschluss sorgen.

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FC Kray - Turu. Am 29. Spieltag geht die Reise der Turu in die Kray-Arena nach Essen-Kray (morgen, 15 Uhr). Dort trifft sie auf den FC, den höchstens noch ein mittelgroßes Wunder vor dem Abstieg in die Landesliga retten kann. Vom dritten Spieltag an stand der Regionalligist des Vorjahres auf einem Abstiegsplatz und ist seit Anfang März sogar das Schlusslicht. Elf Punkte beträgt der Abstand zum SC Kapellen-Erft auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Ob dieser Rückstand bei noch sechs ausstehenden Spielrunden aufzuholen ist, erscheint mehr als fraglich.

Dabei haben sowohl Kray als auch die Turu in der Winterpause einen ähnlichen Weg beschritten und versucht, ihren Kader zu verstärken. Während die Verantwortlichen der Oberbilker bei ihren insgesamt fünf Verpflichtungen fast durchweg ein glückliches Händchen bewiesen, ging beim FCK die Idee mit namhaften Zugängen wie den Ex-Bundesligaspielern Burak Kaplan (Bayer Leverkusen) und Moses Lamidi (Borussia Mönchengladbach) sowie den regionalligaerfahrenen Johannes Focher (Borussia Dortmund II) und Stefan Grummel (SG Wattenscheid 09) nicht wirklich auf. Lediglich fünf Zähler aus neun Partien im Jahr 2017 lautet die schmale Bilanz für das Team von Trainer Christoph Klöpper, der im Sommer vom bisherigen U19-Coach Muhammet Isiktas abgelöst wird.

Im Vergleich dazu holte die Turu aus acht Partien 14 Punkte und steht jetzt mit 38 Zählern auf einem einstelligen Tabellenplatz (neun). "Wenn wir in Kray drei Punkte holen, ist der Klassenerhalt endgültig unter Dach und Fach", sagt Präsident Heinz Schneider im Brustton der Überzeugung.

(RP)