Deutsche U16-Meisterschaft : Luke Zenker holt Gold im Stabhochsprung

ART-Youngster Luke Zenker wird bei der Deutschen Meisterschaft der U16-Jugend im Wattenscheider Lohrheidestadionseiner Favoritenrolle gerecht. Mona Münster wird Zweite.

Ohrenbetäubender Lärm auf den Zuschauerrängen, hunderte Besucher und ein hohes sportliches Niveau: Die Europameisterschaft in Berlin hat eine Begeisterung für die Leichtathletik ausgelöst, die bei der Deutschen Meisterschaft der U16-Jugend im Wattenscheider Lohrheidestadion zu beobachten war. Über 600 Nachwuchs-Athleten gingen bei den Titelkämpfen an den Start – viele davon mit der Hoffnung, sich eines Tages auf der ganz großen Bühne zeigen zu dürfen.

Einer davon könnte Luke Zenker vom ART Düsseldorf sein. Der 15-jährige Mehrkämpfer ging am Sonntag als absoluter Top-Favorit in das Stabhochsprung-Finale, weil er mit einer Bestmarke von 4,20 Metern und einem Vorsprung von 40 Zentimetern in der Meldeliste stand. Cool, abgeklärt und souverän – so lässt sich die Leistung der Düsseldorfer Nachwuchshoffnung beschreiben, die sich nicht nur auf überragende Art und Weise zum Deutschen Meister kürte, sondern nebenbei mit 4,30 Metern eine neue persönliche Bestleistung aufstellte. Die Zuschauer sahen bei bestem Wetter eine starke und beeindruckende Performance des ART-Youngsters, der Till Marburger (LG Kindelsberg Kreuztal) mit 4,00 Metern und Ben Bichsel (LG Radolfzell) mit 3,90 Metern auf die Plätze verwies. Nur knapp scheiterte der 1,79 Meter große Luke Zenker an der 4,40 Meter-Marke. „Dann wäre mein Glück perfekt gewesen“, sagte er.

Ebenfalls überzeugend agierte seine Vereinskameradin Mona Münster im Stabhochsprung. Die Mönchengladbacherin sicherte sich mit einer übersprungenen Marke von 3,50 Metern den zweiten Platz und übertraf zudem ihre persönliche Bestleistung um 30 Zentimeter. Maybrit Sommer (LG Lippe-Süd) übersprang zwar dieselbe Höhe, schaffte dies aber erst im dritten Versuch. Lena Zietl (LG Stadtwerke München) schnappte sich mit 3,55 Metern den Bestwert im dritten Versuch und landete auf dem Treppchen ganz oben.

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Sein Debüt bei einer deutschen Meisterschaft feierte Till Draxler für den ASC Düsseldorf. Im Diskuswurf überzeugte der Debütant mit einem Wert von 54,25 Metern und war mit dem erreichten sechsten Platz anschließend nicht unzufrieden: „Ich habe mein Potenzial zwar nicht ganz ausschöpfen können, aber konnte bei meiner ersten Deutschen Meisterschaft viel lernen und bin zufrieden mit meiner Leistung.“ Auch Trainer Alex Friedrich war glücklich: „Till ist mit reichlich Nervosität eine persönliche Bestleistung und ein toller sechster Platz gelungen.“ Mit großem Abstand sicherte sich Marcel Reisch (Horstmar) mit 58,66 Metern den Titel, Philipp Thomas (Halle) belegte mit 56,41 Metern Platz zwei.

Aus Düsseldorfer Sicht zeigten die Titelkämpfe, dass die lokalen Athleten auf der nationalen Bühne mithalten können.

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