Leichtathletik Kö-Meile feiert starke Premiere

Düsseldorf · Die erste Auflage der Kö-Meile begeistert. Rund 1200 Teilnehmer feierten auf der Königsallee eine Leichtathletik-Party. Bei den hochkarätig besetzten Elite-Rennen setzten sich die Australierin Linden Hall und ihr Landsmann Sam Blake in der Offenen Klasse durch.

Max Thorwirth (SFD 75) hätte die ganze Welt umarmen können. Düsseldorfs bester Langstreckenläufer hatte Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um die Kö-Meile 2022 auf den Prachtboulevard zu zaubern. Nachdem klar war, dass der traditionelle Kö-Lauf und auch die Folgeveranstaltung, der Halbmarathon auf der Kö, nicht durchgeführt werden würden, sprang Thorwirth in die Bresche. „Es sollte eine Veranstaltung für die komplette Läuferszene, vom Bambino bis zum Elite-Läufer werden“, erläutert Thorwirth. „Und auch die Elite sollte sich nicht abschotten, sondern mittendrin und nahbar im Geschehen sein.“Und  genauso wurde es. Im Angebot waren von der 300 Meter-Strecke für die Bambini (jünger als sieben Jahre), über die halbe Meile für die U8 bis U10, die Meile für die U12 bis U20, den Rehacare Lauf für gehandicapte Athleten über die fünf Kilometer-Läufe bis hin zu den Elite-Rennen über die Meile für Frauen und Männer so einiges geboten. „Wir hatten 1250 Startnummern die sind alle weggegangen“, freut sich Thorwirth.

Für die Elitefelder nutzte der Kö-Meile-Organisator seine guten Beziehungen in die internationale Läuferszene. „Das hat natürkich geholfen“, gesteht Thorwirth. „Aber es hat sich auch schnell herumgesprochen, dass in Düsseldorf die Meile auf der Straße gelaufen wird, so dass sich einige richtig starke Läufer und Läuferinnen selbstständig bei mir gemeldet haben.“ So wie die Olympia-Sechste und Ozeanienrekord-Inhaberin über 1500 Meter, Linden Hall (Australien), und die Jamaikanerin Aisha Praught-Leer. Auch die 32-Jährige verfügt über Olympia- und WM-Erfahrungen. Dabei konnte die Premiere der Kö-Meile nicht mit hohen Startgeldern und Siegprämien locken. „Dass dennoch so viele starke Läufer auf der Kö dabei waren, zeigt, dass sie Bock haben, die Meile auf der Straße zu laufen.“ Thorwirth selber war auch mit dabei, hatte aber, als es auf die Zielgerade ging, mit dem Ausgang de Rennens nichts zu tun. Zwar spielte der gebürtige Düsseldorfer über die Hälfte der 1609 Meter langen Distanz den Pacemaker, aber dann ging ihm die Luft für den Endspurt aus. Er kam nach 4:13 Minuten Laufzeit als Achter ins Ziel. Kein Wunder, bei der Vorbereitung. „In der letzten Woche habe ich bis ein Uhr nachts an den Vorbereitungen gearbeitet und war um sieben Uhr schon wieder am Schreibtisch“, so Thorwirth. „Es ist auch in Ordnung, dass ich nicht gewonnen habe, denn der größte Sieg ist die gelungene Premiere der Kö-Meile.“

So bekam der 27-Jährige von Breiten- und Leistungssportlern gleichsam viel Anerkennung zugesprochen. Die Premierentitel in den Eliteläufen sicherten sich Hall nach 4:26 Minuten und ihr australischer Landsmann Sam Blake der für die LG Eintracht Frankfurt startet. Er war 4:05 Minuten unterwegs. „Ich hatte im Schlussspurt etwas Angst, weil ich so früh vorne war. Das Feld war sehr stark, ich bin sehr zufrieden“; urteilte Blake. „Ich würde nächstes Jahr gerne wiederkommen. Die Stimmung auf den letzten Meter war super, auf der Straße ist es immer geiler als auf der Bahn, weil die Leute nah dran sind.“

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