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Rennen in Düsseldorf: Kö-Lauf: Deutsche Außenseiter

Rennen in Düsseldorf : Kö-Lauf: Deutsche Außenseiter

Bei der 25. Austragung des Wettbewerbs auf der Königsallee kommen die Favoriten aus Kenia. Die Veranstalter legen allerdings besonderen Wert auf die Nachwuchsförderung und auf den Breitensport.

Bei Langstreckenläufen geht es irgendwie nicht ohne Kenianer. Dessen sind sich auch die Organisatoren des 25. Stadtwerke Kö-Laufs bewusst. Also stehen im Starterfeld am Sonntag im schnellsten der drei Zehn-Kilometer-Läufe sieben Kenianer und sechs Kenianerinnen in der ersten Reihe. Die besten Siegchancen werden dabei Charles Maina (Bestleistung 28:13 min.), Patrick Kimeli (28:27) und Julius Koech (29:02) eingeräumt. Doch auch auf Kadengoi Loitareng (28:24) sollte man achten. Er kennt die Strecke, denn beim Kö-Lauf 2011 wurde er Zweiter.

Auch bei den Frauen verspricht das Rennen spannend zu werden. Favoritin ist die junge Kenianerin Cynthia Kosgei (32:44 min.), die in diesem Jahr den Berner Frauenlauf für sich entscheiden konnte. Sie kommt direkt aus der Höhe Kenias. Ihre Mitstreiterinnen um den Titel sind vor allem Lucy Macharia (32:12) und Jebichi Yator (33:45).

Die Zielzeit bei den Herren soll deutlich unter 28:30 Minuten, bei den Damen um die 33 Minuten liegen. Da dürften die deutschen Starter - ob sie jetzt Hagen Brosius (30:16/SCC Berlin), Wolfram Müller (29:17/LAC Erfurt), Nico Sonnenberg (Debüt/LG Eintracht Frankfurt) oder Veronica Pohl (34:09/TSV Bayer Leverkusen), Katharina Heinig (35:37/LG Eintracht Frankfurt) und Christl Viebahn (35:05/LAZ Rhein Sieg) heißen - wenig Siegchancen haben. Wobei Pohl allerdings Meisterin des Leichtathletik-Verbands Nordrhein (LVN) werden könnte, denn der Kö-Lauf ist auch die Landesverbandsmeisterschaft im Zehn-Kilometer-Straßenlauf.

Im Grunde jedoch ist der Kö-Lauf eine mit Leistungssport-Tupfern durchsetzte Breitensport-Veranstaltung. "Wir möchten in erster Linie, dass Düsseldorfer mitlaufen, dass Familien mit ihren Kindern kommen" erläutert Kö-Lauf-Cheforganisator Jan Henning Winschermann. "Für uns ist die Nachwuchsförderung besonders wichtig. Gerade bei den Schüler und Jugendläufen verzeichnen wir einen stetigen Teilnehmerzuwachs."

Weil besonders Kinder- und Jugendliche an den Sport herangeführt werden sollen, werden die Läufe für den Nachwuchs attraktiv gestaltet. So wird es erstmals eine Gemeinschaftswertung mit dem Familientriathlon geben, bei der die Stadtwerke ihren Sportler des Jahres küren werden. Bisher stehen 2857 Läufer in der Meldeliste des Kö-Laufs. "In der Regel melden sich noch einmal gut die Hälfte aller Starter nach. Wir rechnen am Sonntag also mit 4000 Startern auf der Kö", erklärt Winschermann.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die schönsten Bilder vom Kö-Lauf 2011

(jco)