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Handball: Kein Heimvorteil für die HSG

Handball : Kein Heimvorteil für die HSG

Eigentlich ist es gar nicht nötig, zur Partie zu gehen, um zu wissen, wie die HSG gespielt hat. Ein Blick ins Gesicht von Georgi Sviridenko reicht. Denn die Miene des Trainers gibt meist ziemlich genauen Aufschluss über die Leistungen des Handball-Zweitligisten. So blickte der Weißrusse nach dem 29:23-Sieg über die HG Oftersheim/Schwetzingen ziemlich vergnüglich drein.

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p class="text">"Der Druck ist verdammt hoch", sagte Sviridenko. "Daher ist unser Seelenzustand sehr eng mit den Ergebnissen verknüpft." Nach den guten Leistungen der vergangenen Wochen ließ der Coach die Zügel auch wieder ein wenig schleifen — vorige Woche war das Team geschlossen auf dem Weihnachtsmarkt. "Wieder Spaß haben zu können, tut uns echt gut", erklärte Robert Runge, einer der Gewinner der Partie. Der Linksaußen erzielte sieben Treffer. "Der Trainer hat uns wieder auf die Erfolgsspur gebracht", sagte der 25-Jährige.

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p class="text">Ein weiterer Gewinner des Handball-Abends im Burg-Wächter Castello war Matthias Puhle. Der Torhüter machte als Nummer eins im Kasten der Blau-Gelben eine gute Figur. "Ich bin froh, dass es gerade so gut läuft", berichtete der 22-Jährige. "Ich bin in guter Form, und im Tor anfangen zu dürfen, ist ein Traum." Erst als er Mitte der zweiten Hälfte leichte Schwächen zeigte, wurde er für Almantas Savonis ausgewechselt. "Das war aber okay", gibt Puhle zu. "In der Phase hielt ich ja keinen einzigen Ball."

Doch trotz aller guter Laune gibt es Fragezeichen. Zum Beispiel, warum man den Gegner in der zweiten Hälfte wieder ins Spiel kommen ließ. "Wir standen hinten nicht schlechter als vorher", erklärte Sviridenko. "Nur haben wir vorne alles verworfen und dann die Konter kassiert." Ein weiterer Kritikpunkt ist im Normalfall eigentlich keiner: Der Heimvorteil. Nur ist dieser bei der HSG momentan nicht vorhanden. "Wir haben mit unseren Leistungen die Halle leergespielt", sagte Robert Runge. "Jetzt müssen wir uns wohl damit abfinden, uns nicht auf die Unterstützung der Zuschauer verlassen zu können."

(RP)