Kapitän Halcour sieht den TTC Champions im Top-Spiel gegen Hertha BSC nicht als chancenlos.

Tischtennis : Ohne Sahnetag wird es gegen den Spitzenreiter schwer

Kapitän Halcour sieht den TTC Champions im Top-Spiel gegen Hertha BSC nicht als chancenlos. Dennoch muss schon einiges zusammenlaufen.

Am Samstag (18.30 Uhr) empfangen die TTC Champions in der Dritten Tischtennis-Bundesliga den Top-Favoriten Hertha BSC. Wir beleuchten die wichtigsten Aspekte vor dem Spitzenspiel.

Die Situation in der Liga. Die Berliner wurden ihrer Favoritenstellung bislang voll und ganz gerecht und führen die Tabelle nach sechs Spieltagen verlustpunktfrei an. Die zweitbeste Bilanz weist mit 9:3 Punkten der Aufsteiger aus dem Süden Düsseldorfs auf. Die Spieler um Kapitän Dominik Halcour sind erster Verfolger des Ligaprimus.


Mit welchem Aufgebot kommt die Hertha nach Düsseldorf? Spitzenspieler ist Philipp Floritz, die Nummer 28 der nationalen Rangliste. Der ehemalige Bundesliga-Akteur des SV Plüderhausen hat eine 8:1-Siegbilanz in seinen Einzeln. Sechs Erfolge hat Jakub Kosowski, die neue Nummer zwei der Berliner, bisher geholt. Der frühere polnische Meister kam vom 1. FC Köln in die Bundeshauptstadt. Die erste Position im unteren Paarkreuz nimmt der zweimalige Deutsche Meister Torben Wosik – ein alter Bekannter aus seinen Jahren bei Borussia Düsseldorf – ein. An Position vier ist bisher vorwiegend Hartmut Lohse, Zugang vom TSV Schwarzenbek, zum Einsatz gekommen.

Mit welcher Aufstellung kann man beim TTC Champions rechnen? Da steht ein großes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Spitzenmann Aleksandar Karakasevic. Der aus Serbien stammende mehrfache Mixed-Europameister fehlte schon in den vergangenen beiden Meisterschaftsspielen wegen einer Schulterverletzung, die sich der Linkshänder in seinem Heimatland bei einem Sturz mit einem E-Roller zugezogen hatte. Sollte Karakasevic, der auch noch Präsident des Serbischen Tischtennis-Verbandes ist, nicht fit sein, wären voraussichtlich Evgueni Chtchetinine, Roko Tosic, Florian Wagner und Minh Tran Le die vier TTC-Spieler, die auch gegen die Gäste aus Berlin an die Platte gehen – wie bereits in den zurückliegenden Partien.

Die Form des TTC. Von der jüngsten Reise zum TSV Schwarzenbek in Schleswig-Hollstein kehrten die Düsseldorfer mit einem 6:1-Sieg und zwei Punkten zurück. Für den Erfolg sorgten Chtchetinine und Tran Le sowie Tosic und Wagner in den Doppeln und Tosic, Chtchetinine sowie Wagner in ihren Einzeln.

Wie groß ist die Chance des TTC Champions auf eine Überraschung? Mannschaftskapitän Dominik Halcour spricht von einer kleinen Chance und nennt den Einsatz eines gesunden Karakasevic als wichtige Voraussetzung. Auch Wagner laboriert noch an den Folgen einer Schulterverletzung, spielte aber zuletzt gegen Schwarzenbek wieder mit und gewann seine beiden Spiele. Halcour fürchtet, dass eine eventuell vorhandene Überlegenheit seines Teams im unteren Paarkreuz durch ein verletzungsbedingtes „Höherrutschen“ dahin sein könnte. „Wenn wir komplett antreten können, sehe ich die Chancen für beide Mannschaften bei 50 Prozent“, legt er sich fest.


Spielort. Der Umbau der bisherigen Halle an der Buchenstraße zu einer für die Bundesliga tauglichen Spielstätte war nicht möglich. Deshalb spielt der TTC Champions in der Halle an der Bernburger Straße in Eller. Der Eintritt ist frei, dafür bittet der Klub um eine Spende für die „Aktion Medeor“ aus Tönisvorst („Notapotheke der Welt“).

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