Jugendfußball : SG Unterrath verstärkt sich für die Rückrunde

Die U17-Bundesliga-Kicker sind auf dem Weg zum Klassenziel. Durchwachsener fällt die Bilanz von Fortunas U17 und U19 aus.

Eine äußerst positive und zwei eher durchwachsene Stimmungslagen – so schaut es aktuell bei den heimischen Teams in den Jugendfußball-Bundesligen aus.

Hochzufrieden ist man bei der SG Unterrath in der U17-Bundesliga West: Der kleine Stadtteilverein überwintert aktuell mit deutlichem Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf dem neunten Platz. Sieben Zähler beträgt der Abstand zum ersten Abstiegsplatz. Dementsprechend zufrieden ist das Trainerduo Mohamed Rifi und Karim Lahmidi. „Die Jungs treten sehr selbstbewusst auf, sind taktisch sehr gut geschult, frisch im Kopf und lernen viel“, charakterisiert Lahmidi das Team.

Ein Erfolgsrezept sei der größere Trainingseinsatz als bei anderen Teams in der Liga: „Wir müssen in diesem Bereich mehr machen als die anderen, wenn wir mithalten wollen.“ So befinde sich das Team auch schon seit dem 2. Januar wieder in der Vorbereitung auf die verbleibende Rückrunde, die für die SGU am 17. Februar mit einem Auswärtsspiel beim FC Hennef startet. „Das wird zum Start direkt ein Sechs-Punkte-Spiel. Wenn du das gewinnst, hast du einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt gemacht“, unterstreicht Lahmidi die Bedeutung des Spiels.

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Für den Rest der Saison hat sich die SGU auf jeder Position einmal verstärkt: Mit Leo Quellmann (Tor), Enes Schmidt (Abwehr), Ahmetilhan Yavuz (Mittelfeld) und Önder Karabulut (Sturm) wechselte ein Quartett vom abgeschlagenen Tabellenletzten RW Essen nach Unterrath. Die Vorzeichen für den Klassenerhalt auch im zweiten Jahr nach dem Aufstieg stehen also gut.

Durchwachsener fällt das Fazit von Jens Langeneke aus. Der Trainer der U17-Auswahl von Fortuna Düsseldorf fasst den bisherigen Saisonverlauf so zusammen: „Es sind gemischte Gefühle, es war nicht alles gut, aber auch nicht alles schlecht.“ Am besten lasse sich dies am Torverhältnis des derzeitigen Tabellenachten der Bundesliga West ablesen. In 16 Spielen kassierten die Fortunen erst 16 Gegentreffer, erzielten selbst jedoch auch erst 15. „Wir stehen hinten stabil, teilweise auch gegen die Top-Mannschaften“, lobt Langeneke und hadert zugleich:  „In der Offensive haben wir zwar unsere Möglichkeiten, spielen diese aber nicht mit der letzten Konsequenz aus.“

Angetan sei der Coach jedoch von der Zusammensetzung des Kaders: „Wir haben 21 Spieler und sind sehr homogen aufgestellt. Insgesamt haben aber alle noch genügend Luft nach oben, das wollen wir in der Rückrunde raus kitzeln.“ Externe Neuverpflichtungen werde es in der Winterpause nicht geben, Maxime sei es, „unsere Jungs weiterzuentwickeln“. Die Tabelle sei sekundär, lediglich zwei Vereine befinden sich noch in Reichweite. Zum Start nach der Winterpause empfängt Fortuna am 17. Februar den MSV Duisburg.

Der U19-Coach Sinisa Suker sei von einer gewissen Traurigkeit ergriffen angesichts der Ausbeute seiner Schützlinge in der Bundesliga. „Die Jungs haben gute Leistungen gezeigt, aber sich oftmals nicht belohnt“, äußerte der Coach, „sie haben zu oft kleine, individuelle Fehler gemacht.“

Umso größer war die Erleichterung, nachdem sich die Fortuna mit einem echten Paukenschlag in die Winterpause verabschieden konnte. Gegen den Tabellenführer Borussia Dortmund drehte das Team einen 0:1-Pausenrückstand noch um und schlug den BVB mit 4:1. „Da hat einfach alles gepasst. Die Jungs waren präsent und zweikampfstark und haben sich endlich mal belohnt. Für das Team war es eine Freude, für mich eine Genugtuung.“

Den Rückenwind wollen die A-Junioren mit in die Rückrunde nehmen, die am 3. Februar mit einem Auswärtsspiel in Aachen weitergeht. Dann soll es für den aktuellen Tabellen-Achten auch noch ein wenig weiter nach oben gehen. Der Kader bleibe für den Rest der Saison laut Suker unverändert.