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Handball: Hoffnungsträger Sviridenko

Handball : Hoffnungsträger Sviridenko

Der neue HSG-Trainer soll den Absteiger aus der Handball-Bundesliga möglichst schnell wieder zurück in die Erstklassigkeit führen. Er setzt auf Disziplin und eine solide Abwehrarbeit.

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p class="text">Der Hoffnungsträger der HSG blickt ziemlich grimmig drein. Die Laktattests der Spieler seien nicht gut gewesen, grantelt Georgi Sviridenko. Schlechte Werte würden ihm schlechte Laune bereiten, und schlechte Laune bei ihm sei gar nicht gut für seine Angestellten. Irgendwie hört sich das alles ganz logisch an bei der Vorstellung des 44-Jährigen als neuer Trainer des Handball-Zweitligisten HSG. Sviridenko soll den Absteiger aus der Bundesliga möglichst auf direktem Weg wieder zurück in die Erstklassigkeit führen.

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p class="text">Der Weißrusse gilt in der Branche als Schleifer, als harter Hund. "Ich gehöre eben zur alten Schule. Disziplin ist für mich unheimlich wichtig", sagt er. "Die Spieler sollten besser ihre Hausaufgaben machen und bis zum Trainingsauftakt noch etwas an ihrer Kondition arbeiten. Sonst kann es schon etwas ungemütlich werden." Der Diplom-Sportlehrer hat zuvor in Bremen, Berlin und Dessau Erfahrungen gesammelt. Die Zielsetzungen bei seinen bisherigen Arbeitgebern lagen irgendwo im Mittelfeld. Der Druck bei der HSG ist da weitaus größer. Am Ende wird nur der Aufstieg zählen. "Wir wollen zurück ins Oberhaus", bekräftigt Manager Frank Flatten. "Ich glaube, wir haben einen ganz guten Kader beisammen. Mit Georgi Sviridenko wollen wir wieder etwas aufbauen."

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p class="text">Flatten hatte Sviridenko schon etwas länger im Visier. Bereits vor Monaten gab es lose Gespräche zwischen den beiden. Der HSG-Vorstand hatte einen Beschluss gefällt, wonach Vorgänger Nils Lehmann abgelöst werden sollte. Doch dazu kam es nicht. Wenn der Klassenerhalt erreicht worden wäre, hätte der Verein sogar weiter auf Lehmann gesetzt. Doch nach dem Abstieg entschieden sich Flatten und Co. endgültig für eine personelle Neubesetzung. "Wir wollten einen hauptberuflichen Trainer", sagt Flatten. "Einen, der 36 Stunden am Tag für die HSG ansprechbar ist. Okay, das war jetzt etwas übertrieben, aber sie wissen ja, was ich meine."

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p class="text">Sviridenko musste seine Spielerkarriere mit 33 beenden. Sein Körper machte nicht mehr mit - eine Schulterverletzung bedeutete das Aus. Er sammelte erste Erfahrungen als Trainer in der Junioren-Auswahl Weißrusslands, wechselte wenig später dann in den Seniorenbereich.

Bei der HSG will er das Tempo deutlich anziehen. Tägliche mehrere Trainingseinheiten - auch am Vormittag. "Wir haben einiges vor. Darauf müssen wir uns professionell vorbereiten", sagt Sviridenko. Am 19. Juli ist Trainingsauftakt in Düsseldorf. Der Beginn der Mission Wiederaufstieg.

(RP)