Hockey: Nach 25 Jahren wieder das Derby DHC gegen DSD in der Zweiten Liga

DHC gegen DSD : Nach 25 Jahren wieder ein hochklassiges Hockey-Derby

In der zweiten Liga treffen am Samstag der DHC und der DSD am Seestern aufeinander. Die Damen des DHC peilen den fünften Saisonsieg an.

Endlich gibt es wieder ein echtes Lokalderby im Spitzenhockey, denn am Samstag um 16 Uhr werden die Herren des Düsseldorfer Hockey-Club und des Deutschen Sportklub Düsseldorf am Seestern zum Zweitliga-Duell aufeinandertreffen.

Für den DHC und seine Trainer Dietmar Alf und Sebastian Folkers ist es nach vier Auswärtsspielen mit vier Siegen mal wieder ein Heimspiel. Der DSD hat dagegen aus den bisherigen drei Spielen vier Punkte geholt. Favorit ist folglich also ganz klar der DHC, dessen Coach sein Team allerdings vor zu großer Euphorie warnt. „Ich halte den DSD für eine Mannschaft, die sich gegenüber der letzten Saison noch einmal mehr zum Positiven entwickelt hat. Das Team von Trainer Tobias Bergmann ist eine gute Mischung aus Spielern, die früher auch beim DHC gespielt haben und einigen ehemaligen Erstligaspielern. Wir müssen uns darauf einstellen, dass der DSD im Derby mit Sicherheit zehn Prozent über Maximum spielen wird. Sie haben gegen uns nichts zu verlieren und das kann es für uns unangenehm machen“, sagt Folkers, der ganz klare Anforderungen an sein Team stellt: „Wir müssen ans Leistungsmaximum gehen. Es ist wichtig, dass wir gleich von Anfang an dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Wir müssen als Team genau so funktionieren wie am vergangenen Wochenende. Mit Alex Niopek haben wir nochmal eine richtige Verstärkung bekommen – das hat auch das vergangene Wochenende gezeigt.“

Die Einschätzung des DHC durch Folkers’ Gegenüber Bergmann ist natürlich sehr hoch. „Der DHC hat bisher alle Spiele gewonnen und ist der Aufstiegsfavorit in der Liga und vom Kader her die beste Mannschaft in dieser Klasse. Er ist aber unserer Meinung nach nicht unbesiegbar. Wir brauchen einen Super-Tag, das steht fest“, betont der DSD-Trainer. „Wir werden all unsere Stärken einsetzen, um das Spiel spannend zu gestalten. Unser Ziel wird es sein, Punkte zu holen und in diesem Derby als krasser Außenseiter dem DHC als anspruchsvolle Herausforderung entgegenzutreten. Wir werden alles, was wir in der Hand haben, reinwerfen, um dem DHC das Leben schwerzumachen. Wir haben uns darauf vorbereitet, dass es hier um mehr als ein Lokalderby geht. Dieses Derby hat es das letzte Mal vor 25 Jahren gegeben.“

Die Hockeyspielerinnen des DHC sind noch besser in die Feldssaison gestartet als im Vorjahr: Nach drei Siegen und einem Remis sind es diesmal sogar vier Siege. Das darf nach dem Wunsch der Trainer Nicolas Sussenburger und Marc Spieker so weitergehen. „Wir wollen den Schwung und die positive Grundstimmung weiter in die Saison tragen“, sagt Sussenburger. „Der gute Saisonstart liegt an unseren guten Trainingsleistungen.“

Spielbeginn gegen Uhlenhorst Mülheim ist am Sonntag um 12 Uhr. Für die Mülheimerinnen sind fünf Punkte aus vier Spielen kein Anlass zur Freude. Zudem musste Uhlenhorst am vergangenen Sonntag zu Hause gegen UHC Hamburg mit 0:7 eine herbe Niederlage einstecken. Ein Grund, den Gegner zu unterschätzen, ist das nicht. In der Vorsaison hatten die Oberkasselerinnen ihre Probleme mit den „Uhlen“, denn nach einem 3:2-Erfolg in Mülheim musste sich der DHC auf eigenem Platz mit einem 1:1 begnügen.

Personell sind wieder alle an Bord. Alisa Vivot und Annika Sprink haben ihre Blessuren ausgeheilt, und auch Mittelfeldmotor Luisa Steindor steigt nach absolvierter Elternzeit wieder voll ein.

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