HC Rhein Vikings: Abschiedsspiel aus der 2. Handball-Bundesliga

2. Handball-Bundesliga : Abschiedsspiel für die Vikings

Mit der Partie gegen Dormagen endet am Samstag um 18 Uhr die Zweitliga-Zeit für die Handballer. Im Hinspiel war die Neuss-Düsseldorfer Spielgemeinschaft beim 23:31 chancenlos.

Nach einer turbulenten Saison sehnen die Spieler und Betreuer des HC Rhein Vikings nunmehr die Sommerpause herbei. Doch vor der Urlaubszeit warten noch 60 Derby-Minuten auf den Tabellenletzten der zweiten Handball-Bundesliga. Am späten Samstag-Nachmittag (18 Uhr) treten die abgestiegenen Wikinger beim TSV Bayer Dormagen an. „Wir haben in letzter Zeit mit vielen Verletzungs- und Personalsorgen zu kämpfen gehabt“, blickt Vikings-Coach Jörg Bohrmann zurück, „man hat den Spielern angemerkt, dass allmählich einfach die Luft raus ist.“ Für das Nachbarschaftsduell gibt der Trainer folgende Marschroute vor: „Wir wollen jetzt noch einmal das Bestmögliche rausholen und uns dann für die kommende Spielzeit erholen.“

Dormagen, das den Klassenerhalt bereits sicher hat, kann befreit aufspielen. „Sie werden ihrem Publikum ein gutes letztes Spiel zeigen wollen“, erwartet Bohrmann, der auch von einer guten Kulisse im Bayer-Sportcenter an der Römerziegelei ausgeht. „Ich hoffe, dass die Leute ein schönes Handballspiel sehen werden und wir unseren Teil dazu beitragen können“, wünscht sich der Coach zum Saisonabschluss.

Im Hinspiel kurz vor Weihnachten war die Neuss-Düsseldorfer Spielgemeinschaft chancenlos und unterlag im Castello deutlich mit 23:31. „Dormagen hat eine aggressive Abwehr“, erinnert sich Bohrmann, „macht mit jungen, schnellen Spielern Tempo.“ Mit welchem Personal sich die Vikings wehren können, entscheidet sich erst kurzfristig. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass wesentlich mehr Spieler im Kader stehen werden als zuletzt. Bei Christian Hoße sieht die Tendenz eher negativ aus, was einen letzten Einsatz im Wikinger-Jersey vor seinem Karriereende anbelangt.

Derweil wurde bekannt, wer in der kommenden Saison die A-Jugend betreuen wird. Nachdem die Kooperationsmannschaft der Vikings und der Adler Königshof jüngst den Sprung in die Bundesliga geschafft hat, wurde nun Ulf Andersson als neuer Trainer vorgestellt. Der Schwede, der als EHF-Master-Coach die höchste internationale Trainerlizenz besitzt, suchte mit 54 Jahren eine neue Herausforderung nach zuletzt einigen Jahren im skandinavischen Profihandball.

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