Handballverband lenkt ein nach Kritik der HSGG

Handball : Handballverband lenkt ein nach Kritik der HSGG

(hinz) Durchaus zu verstehen ist es, wenn ein Hallenwart an einem Sonntag auch irgendwann einmal Feierabend haben möchte. Aber auch für Mannschaften, Trainer und Zuschauer ist es sicherlich nicht so prickelnd, jeden zweiten Sonntag nach einer Partie erst am späten Abend wieder zuhause zu sein.

Deshalb war es keine gute Idee des Handballverbandes, einen großen Teil der Heimspiele des Landesligisten HSG Gerresheim auf die Sonntagabende 19 Uhr zu terminieren. Auch ohne besondere Vorkommnisse summieren sich reguläre Spielzeit, Halbzeitpause, verletzungsbedingte Unterbrechungen und die Zeit nach der Partie zum Duschen und Umkleiden auf fast drei Stunden, so dass der letzte Spieler in der Regel die Sporthalle frühestens um 21.30 Uhr verlässt. Da dies nicht im Sinne des Erfinders sein kann, zeigt man sich nun beim Verband durchaus flexibel und verlegt die späten Spiele der Gerresheimer jetzt auf einen früheren Zeitpunkt.

Bereits am Sonntag wird deshalb der Vergleich mit der DJK Grün-Weiß Werden in der Sporthalle an der Graf-Recke-Straße nicht erst um 19 Uhr, sondern bereits um 10 Uhr angepfiffen. HSG-Trainer Bernd Kretzer begrüßt die Änderung der Anwurfzeiten, auch wenn dies die Aufgabe gegen die Essener nicht unbedingt einfacher macht: „In Bastian Stebmüller und Lucas Jachens hat Werden zwei brandgefährliche Rückraum-Spieler. Das sind absolute Tor-Garanten, was Schwerstarbeit für unsere Deckung bedeutet.“ Damit nicht genug haben die Gäste ihren erfahrenen Kader mit einer Reihe von jungen Spielern und dem syrischen Nationalspieler  Shawesh verstärkt. Dennoch glaubt Kretzer an einen Vergleich auf Augenhöhe: „Unsere Abwehrarbeit war bislang top. Wenn wir dazu noch eine vernünftige Angriffsleistung auf die Platte bringen, wird es eine offene Partie.“

Kein Thema sind die heimischen Anwurfzeiten für den TV Angermund II. Da die Walter-Rettinghausen-Halle dem Verein gehört, können Spielertrainer Peter Mentzen und seine Schützlinge stets zu ihrem Wunschtermin antreten und empfangen am Samstag (16.30 Uhr) die DJK Altendorf. Die Essener konnten sich bislang nur gegen die HSG Gerresheim durchsetzen (21:17) und stehen deshalb auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dies ist jedoch kein Grund für Mentzen die Gäste zu unterschätzen: „Altendorf ist ausgesprochen kampfstark und hält bis zum Schlusspfiff dagegen. Entsprechend knapp waren die Niederlagen.“ Deshalb ist er froh, bis auf den Langzeitverletzten Lars Brümmer alle Spieler an Bord zu haben.