Handball: Ergebniskrise beim TV Angermund

Handball : TV Angermund kassiert vierte Niederlage in Folge

Der Handball-Oberligist kassiert bei der SG Langenfeld II die vierte Niederlage in Folge. Die Reserve des TVA verliert zum ersten Mal.

(hinz) Mit 19:25 gab es für den Handball-Oberligisten TV Angermund bei der SG Langenfeld II bereits die vierte Niederlage in Folge. Nur in kleiner Besetzung angetreten, schwächten zwei Rote Karten (zehnte Minute gegen Nils Thanscheidt und 30. Minute gegen Julian Duval) die Gäste zusätzlich. Doch sie kämpften sich nach einem 3:8-Rückstand bis zur Halbzeit wieder auf 13:16 heran. In der 45. Minute lagen sie weiterhin nur mit drei Treffern hinten (14:17), ließen aber die große Möglichkeit aus, in doppelter Überzahl der Partie noch einmal eine Wende zu geben. Dabei verwarfen sie einen Sieben-Meter-Strafwurf. Stattdessen zogen die Mülheimer in dieser Phase auf 22:16 davon.

Trotz der Niederlage konnte TVA-Trainer Erik Busch der Vorstellung seines Teams Gutes abgewinnen: „Unterm Strich war das heute ein ordentlicher Auftritt mit einer guten Einstellung. Was nicht passte war, dass wir reihenweise beste Möglichkeiten haben liegen lassen.“

Gar nicht leben konnte hingegen der Spielertrainer des TV Angermund II, Peter Mentzen, mit der 27:34-Niederlage seines Landesliga-Aufsteigers bei der HSG Mülheim: „Das war heute definitiv zu wenig und durch die Reihe eine schwache Leistung von allen“. Lediglich in der Anfangsphase (3:3) waren die bis dahin ungeschlagenen Angermunder im Spiel geblieben. Viele einfache Ballverluste und eine zögerliche Deckungsarbeit machten es Mülheim dann jedoch einfach, sich bis zur Pause auf 19:13 abzusetzen. Auch im zweiten Durchgang bemängelte Mentzen zudem die Einstellung: „Wir haben uns viel zu wenig gewehrt und noch dazu viele frei Würfe vergeben.“

Wichtige Zähler im dicht­geschlossenen Mittelfeld der Liga konnte hingegen die HSG Gerresheim durch einen 34:30-Erfolg gegen den bis dahin punktgleichen SV Kettwig II sammeln. Schnell mit 4:1 in Front, hielten die Gerresheimer die Gastgeber bis zur Halbzeit (17:13) auf Distanz, indem sie den Gegner mit hohem Tempo unter Druck setzen.

Als sie sich nach dem Wiederanpfiff dann jedoch eine achtminütige Auszeit in der Deckung nahmen, bekamen die Essener kurzzeitig Oberwasser und drehten die Partie auf 19:18. HSG-Trainer Bernd Kretzer reagierte postwendend und stellte sein Team neu ein. Es agierte daraufhin deutlicher offensiver in der Deckung und arbeitete auch im Angriff wieder konzentriert. Deshalb blieb das 19:18 die einzige Führung der Kettwiger in der Begegnung, während sich die Gäste schnell wieder einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeiteten und bis zum Ende nichts mehr anbrennen ließen.