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Handball-Damen: Fortuna Düsseldorf verliert in der Schlusssekunde

Handball : Handball: Fortuna verliert in der Schlusssekunde

(mjo) Nur Sekunden fehlten den Handballerinnen der Fortuna, um die Partie gegen den Königsborner SV in der 3. Liga West zumindest mit einem Unentschieden zu beenden und damit einen einigermaßen guten Sonntagabend zu haben.

Es stand 24:24, als die Schiedsrichter Marvin Völkening und Jonas Zollitsch eine Abwehraktion der Düsseldorferinnen mit einem Strafwurf ahndeten. Ob das nun so kurz vor dem Ende eine „Entscheidung mit fehlendem Fingerspitzengefühl“ war, wie Fortunas Co-Trainer Klaus Allnoch meinte, oder aber eine zu jeder Spielzeit gerechtfertigte Strafe, scherte die Königsborner Spielerin Maike Bender nicht. Sie übernahm die Verantwortung am Sieben-Meter-Punkt und verwandelte auch ihren zweiten Strafwurf zum 25:24-Endstand für ihre Farben.

Die Spielerinnen aus Düsseldorf hatten keinen Punkt, schlugen ihre Hände vor das Gesicht, und manch eine weinte auch bittere Tränen. Allnoch versuchte schon kurz danach, sein Team wieder für den weiteren schwierigen Weg zum Klassenerhalt Mut zu machen: „Wir sind heute nicht abgestiegen. Uns hat heute einfach das Quäntchen Glück gefehlt, um Punkte zu holen. Wir müssen die folgenden Spiele positiv denkend angehen“, sagte er seinen Spielerinnen. Vielleicht half denen auch der Trost des gegnerischen Trainers ein wenig, der meinte: „Fortuna hätte ein Unentschieden verdient gehabt.“

Nach diesen einen Punkt als Minimum sah es auch über die gesamten 60 Minuten aus. „Das Spiel stand dauernd auf des Messers Schneide“, stellte Allnoch fest. Nach einer Viertelstunde stand es 6:6, ehe Fortuna dann auf 9:6 davonzog. Bis zum Pausenpfiff war beim Stand von 12:11 der Vorsprung aber bereits wieder auf ein Tor zusammen geschmolzen. Ein Zwischenspurt der Gäste und eine Schwächephase der Fortuna nach der Pause brachten dann eine 14:12-Führung von Königsborn bis zur 34. Minute. Fünf Treffer der Heimmannschaft in Folge zum 18:16 schienen diese dann auf die Siegerstraße zu bringen. Doch als noch sieben Minuten auf der Spieluhr waren, stand es wieder Unentschieden (22:22). Als Rückraumspielerin Eilen Neumann, die trotz harter Attacken ein gutes Spiel machte und auf insgesamt acht Tore kam, das 24:24 glückte, war noch knapp eine Minute zu spielen. Königsborn nahm eine Auszeit, in deren Folge es dann zu der letzten spielentscheidenden Szene kam.

Während Co-Trainer Allnoch immer noch an die Entscheidungen der Schiedsrichter dachte („bei 50 zu 50 Situationen haben sie meist gegen uns gepfiffen“), verabredeten sich die Verliererinnen der Fortuna zu einem „Frust-Umdrunk“.