Golferinnen des GC Hubbelrath holen den Tagessieg

Golf : Golferinnen des GCH holen den Tagessieg

Die Damen aus Hubbelrath rücken damit bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter heran. Die Herren sind Erster.

Das gab es noch nie in der Geschichte der Deutschen Golf Liga (DGL): Erstmals sind drei Herrenteams nach 180 gespielten Löchern exakt schlaggleich. Beim DGL-Spieltag beim GC Hösel sammelten der G&LC Berlin-Wannses, der GC Hubbelrath (GCH) und der Gastgeber jeweils 711 Schläge und setzten sich damit deutlich vom Marienburger GC (717 Schläge) und dem Frankfurter GC (726) ab. Und dennoch erhalten nicht die drei Erstplatzierten für ihre starke Leistung die vollen fünf Punkte für den Tagessieg. Das DGL-Regelwerk schreibt vor, dass bei Schlaggleichheit das beste Streichergebnis ins Spiel kommt. Bei den DGL-Herrenwettspielen werden zwölf Runden gespielt, zehn kommen in die Wertung. Bis zu dem Zeitpunkt, wo es unentschieden steht. Also kam der GC Hubbelrath in Hösel auf Platz zwei und kassierte vier Zähler für die Tabelle. Das reichte, um sich auf den „Platz an der Sonne“ zu katapultieren. Der GCH ist mit elf Punkten Erster, punktgleich mit Frankfurt. Und doch ist GCH-Herrentrainer Roland Becker nicht rundum zufrieden. „Ich bin eigentlich etwas sprachlos“, meint Becker. „Wir sind mit schweren Verlusten am Ende wieder schlaggleich. Das tut weh. Andererseits ist es gut, dass wir nun Tabellenführer sind.“

Die schweren Verluste fingen sich die Hubbelrather in den Einzeln auf der zweiten Hälfe der jeweiligen Runden ein. Bis dahin steuerte der viermalige DGL-Meistr auf einen souveränen Sieg zu. Einzig Julian Baumeister konnte sein Leistungsniveau über 18 Bahnen halten. Mit 67 Schlägen auf dem Par 71-Kurs war Baumeister ganz zufrieden. Er machte wohl auch den Schlag des Tages, als er auf Bahn 15 aus rund 90 Metern einlochte.

Noch besser als die Herren schnitten die Damen des GC Hubbelrath bei ihrem DGL-Spieltag beim Berliner GC Gatow ab. In der Bundeshauptstadt ließen die Landeshauptstädterinnen den G&LC Berlin-Wannsee, Gatow, den amtierenden Europapokalsieger der Landesmeisterinnen, den Hamburger GC, und den GC Hamburg-Walddörfer hinter sich. „Es ist genau so, wie wir es uns gewünscht hatten. Es war meiner Meinung nach an der Zeit, dass wir mal wieder einen Spieltag gewinnen“, urteilte GCH-Damentrainer Chris Webers. „Schön ist, dass das Ergebnis die ganze Tabelle noch einmal aufgemischt hat. Und wir sind super happy mit dem Ergebnis.“ Besonders die fünf gewerteten Einzelrunden machten Webers Spaß. Da nahmen seine Damen den Konkurrentinnen mal eben mindestens elf Schläge ab.

„Auch in der Vergangenheit haben wir schon die besten Einzel gespielt. Zum Sieg hat es da aber nicht gereicht. Schön, dass es diesmal geklappt hat“, so Webers. Zum Sprung an die Tabellenspitze reichte es dennoch nicht. Wannsee hat mit 13 Zählern noch immer einen Punkt Vorsprung vor dem GCH. Zur Teilnahme am Final-Four-Turnier reicht Platz zwei aber allemal.

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