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Giants glauben weiter an Klassenerhalt

Trotz Niederlagen-Serie : Giants glauben weiter an Klassenerhalt

Die Basketballer unterliegen am Wochenende dem VfL Bochum mit 69:86. Derzeit belegt das Team von Trainer Jonas Jönke den drittletzten Tabellenplatz, doch der Rückstand auf das rettende Ufer hält sich in Grenzen.

Mit großem Optimismus waren die Basketballer der SG ART Giants ins neue Jahr gestartet. Doch direkt zum Auftakt mussten sie einen Rückschlag hinnehmen: Bei der 69:86-Pleite gegen den VfL Bochum, Tabellenfünfter der zweiten Bundesliga Pro B, erwischten sie einen rabenschwarzen Tag. Ein Blick auf die aktuelle Situation.

Die Probleme Der Schuh drückt derzeit sowohl vorne als auch hinten. Die Trefferquote gegen Bochum war unterirdisch: Nur vier von 29 Dreier-Versuchen fanden ihr Ziel, nur 17 von 33 Versuchen aus dem Zwei-Punkte-Bereich waren erfolgreich. Hinzu kommen die unnötigen Ballverluste, gegen Bochum waren es wieder 20. „Durch unsere Turnovers kommt der Gegner schnell in den Angriff und kann zu viele leichte Punkte erzielen“, analysiert Trainer Jonas Jönke. Das Umschaltspiel seines Teams müsse schneller werden. Auch in der Verteidigung sieht er Verbesserungspotenzial: „Dort müssen wir stabiler werden. Wenn uns das gelingt und wir Bälle abfangen können, kommen wir auch selber zu schnellen, einfachen Punkten.“ Das Reboundduell haben die Düsseldorfer in vielen Partien übrigens für sich entschieden. Gegen Bochum lag der Wert sogar bei 46:31. Trotzdem reichte es nicht für den Sieg.

Der Trainer als Psychologe Seit Jonas Jönke im Januar 2017 das Traineramt übernommen hat, ging es stetig bergauf. Die aktuelle Situation ist für ihn und die Mannschaft neu. Wie wirkt sich das aus? „Solch eine Niederlagenserie ist natürlich nicht schön, das ist doch klar. Siege beflügeln, bei Pleiten fängt man an zu hadern. Eine ähnliche Situation hatte ich mal als Trainer einer Jugendmannschaft. Ich bin Trainer geworden, um Spiele zu gewinnen und nicht, um als Psychologe zu arbeiten. Aber das gehört dazu“, sagt der Coach. Wichtig sei es, nicht ständig über die Ergebnisse zu sprechen, sondern positiv zu bleiben.

Der Ist-Zustand in der Tabelle Das 69:86 war die neunte Pleite im 14. Saisonspiel. Die Tendenz zeigt nach unten: Nach dem grandiosen Auftakt mit drei Siegen gab es nur noch zwei Erfolgserlebnisse. Mittlerweile sind die Giants auf den zehnten Tabellenplatz abgerutscht. Ärgerlich: Die Mitabstiegskonkurrenten Baskets Juniors Oldenburg und Iserlohn Kangaroos fuhren am Wochenende überraschende Siege ein und sind nun punktgleich. Der rettende achte Rang, den aktuell die Dresden Titans innehaben, ist immerhin nur zwei Zähler entfernt. Die Plätze eins bis acht haben den Klassenerhalt sicher und spielen in Play-offs den Aufsteiger aus. Die Teams auf den Rängen neun bis zwölf spielen gegen die Konkurrenz aus der Pro B Süd die Abstiegsplätze aus.

Der Ausblick „In der Hauptrunde haben wir noch acht Partien vor uns. Daher werden wir hier keine Panik erzeugen. Das bringt nur Unruhe und Unsicherheit“, sagt Jönke. „Fakt ist: Platz acht und damit der direkte Klassenerhalt bleibt unser festes Ziel.“ Das sei nicht utopisch, schließlich liege seine Mannschaft nicht aussichtlos zurück. Im letzten Saisondrittel stehen seine Schützlinge allerdings vor großen Herausforderungen: In eigener Halle geht es noch gegen die besten drei Mannschaften sowie gegen den Mitkonkurrenten aus Oldenburg. Zudem stehen noch lange Fahrten nach Wedel (bei Hamburg) und Dresden an. Die weiteren Auswärtsgegner sind Münster und Iserlohn. „Wir schauen von Spiel zu Spiel und setzen uns nicht unter Druck. Im Endeffekt ist es so, wie wir vor Saisonbeginn prognostiziert haben: Die Liga ist total eng“, betont der Coach. Aber auch er kann die Tabelle lesen und fordert: „Wir müssen uns jetzt selber aus der Negativspirale herausziehen und wichtige Siege einfahren.“