Golf : GCH auf großen Spuren

Die Hubbelrather Maximilian Kieffer und Nicolai von Dellingshausen starten bei den Austrian Golf-Open, die vor 30 Jahren Golf-Ikone Langer gewann. Der Diamond Country-Club ist der Kurs, auf dem die European Tour den Restart in die Saison der obersten professionellen Golfliga des alten Kontinents vornimmt.

Maximilian Kieffer und Nicolai von Dellingshausen (beide GC Hubbelrath) würden liebend gerne in die Fußstapfen von Bernhard Langer treten. Deutschlands Golf-Ikone Langer gewann 1990 bei der Premiere der Austrian Open. Ab Donnerstag (9. Juli)  sind die beiden Hubbelrather bei der diesjährigen Auflage des Profi-Turniers in der Nähe der österreichischen Hauptstadt mit von der Partie. Der Diamond Country-Club ist der Kurs, auf dem die European Tour den Restart in die Saison der obersten professionellen Golfliga des alten Kontinents vornimmt.

In aktuellen Zeiten selbstverständlich unter besonderen Covid19-Bedingungen. „Ich bin bereits zweimal negativ getestet worden. Am Tag vor dem ersten Abschlag wird man nochmal auf das Corona-Virus getestet, um ganz sicher zu gehen“, so von Dellingshausen. „Von mir aus kann es losgehen. Ich bin richtig heiß darauf, endlich wieder spielen zu können. Die Pause war lang genug.“

Seit dem 8. März pausieren Europas beste Golfer zwangsweise. Viele Turniere wurden abgesagt oder auf einen Zeitpunkt später im Jahr verschoben. Da ist klar, dass die Professional Golfers Association (PGA) die Spielzeit nicht wie üblich bewertet, sondern Sonderregelungen für ein Übergangsjahr ersonnen hat. „Es gibt nichts zu verlieren. Die Tourkategorien, denen man 2020 angehörte, werden einem auch für das Jahr 2021 zugeordnet“, sagt von Dellingshausen. „Aber viel zu gewinnen gibt es auch nicht. So erhalten nur die fünf stärksten Golfer der Challenge Tour eine eingeschränkte Spielberechtigung für die höherklassige European Tour.“ Üblicherweise bekommen die besten 15 der Challenge Tour eine volle European Tour-Qualifikation. „Wir können also alle unbeschwert aufspielen.“

Um in möglichst guter Form in Österreich abzuschlagen, haben Kieffer und von Dellingshausen zuletzt immer mal wieder auf dem GC Lärchenhof in Pulheim und im GC Hubbelrath zusammen trainiert. Kieffer duellierte sich auch mit dem ehemaligen Weltranglistenersten Martin Kaymer beim computerunterstützten Indoor Golf.

Die beiden Düsseldorfer Profigolfer, die ja auch mit der Hubbelrather Herrenmannschaft mehrfach die deutsche Mannschaftsmeisterschaft feiern durften, freuen sich darauf, erstmals nach fünf Monaten Pandemiepause wieder ihrem „Broterwerb“ nachgehen zu können. Und die Austrian Open bleiben kein Einzelfall im Profigolf. Direkt anschließend geht es zu den Euram Bank Open im GC Adamstal ebenfalls in Österreicher und dann zum sechs Turniere umfassenden UK Swing. „Wir haben alle aufgeatmet, als die zweiwöchige Quarantäne nach der Einreise in England aufgehoben wurde“, gesteht von Dellingshausen.

Er will sich in Österreich aus seiner Ergebniskrise herausarbeiten. Von den letzten fünf Turnieren, die in seiner Bilanz stehen, konnte der gebürtige Düsseldorfer nur einmal an den letzten beiden Tagen mitspielen. Viermal war er am sogenannten Cut gescheitert, nach dem nur die besten 50 Prozent der gestarteten Spieler weitermachen dürfen. „Ich habe in der Turnierpause viel an meiner Fitness, Technik und mental gearbeitet und habe drei Wettkampflehrgänge des Golf Teams Germany mitgemacht“, verrät von Dellingshausen. „Jetzt muss ich schauen, was in Österreich herauskommt.“ Wenn er in Bernhard Langers Fußstapfen treten könnte, hätte er bestimmt nichts dagegen.