Lokalsport: Galopp: Rosenbaums erster Sieg als Trainerin

Lokalsport: Galopp: Rosenbaums erster Sieg als Trainerin

1500 Zuschauer verfolgen den Renntag, bei dem Premier Choice für den einzigen Heimerfolg sorgt.

Der Regen am Mittwochmorgen hat den Veranstaltern des Galopprennens in Grafenberg ein wenig die Bilanz vermiest und so manchen Rennsportinteressierten am Abend von der Galopprennbahn ferngehalten. Rund 1 500 Zuschauer werden es dennoch gewesen sein am Mittwochabend, der Wettumsatz bewegte sich bei rund 100 000 Euro. "Wenn man dann die in Frankreich getätigten Einsätze berücksichtigt, von denen wir einen geringen Prozentsatz bekommen, dann sind wir da, wo wir wirtschaftlich hinwollten", erklärte Geschäftsführer Günther Gudert.

Zwei Frauen dürften den Tag allerdings in bester Erinnerung behalten: Annika Rosenbaum feierte ihren ersten Sieg als Trainerin, Melina Ehm war erstmals im Sattel erfolgreich. Das geschah gemeinsam mit der Außenseiterin Chairlady in einem 6800-Euro-Rennen. Für Stute Chairlady war es ein Start-Ziel-Sieg. Hobbyreiterin Ehm zeigte dabei den Profis die Eisen, musste aber nach dem Rennen kurz aus dem Sattel ihres Pferdes, allerdings folgenlos. Annika Rosenbaum, einst selbst erfolgreiche Reiterin, durch Unfälle aber mehrfach zurückgeworfen, trainiert seit Beginn des Jahres rund zwanzig Pferde in Großenkneten im Oldenburger Land.

Ohnehin war es ein Tag der Frauen, denn mit Jana Oppermann und Tamara Hofer – sie war extra aus München angereist, und musste nach ihrem ersten Grafenberg-Treffer erst einmal den Platz der Siegerehrung suchen – waren zwei weitere Reiterinnen im Rahmenprogramm erfolgreich. Für den einzigen Heimsieg sorgte Premier Choice für Trainer Sascha Smrczek: Grund genug für die vielköpfige Besitzergemeinschaft des saarländischen Stalles Burg Nanstein, den Sieg ihres aus England importierten Wallachs ausgiebig zu feiern. Im Sattel saß der seit einigen Monaten bei Smrczek beschäftigte Bayarsaikhan Ganbat, der aus der Mongolei stammt. Deutschlands derzeit bester Azubi im Sattel ist über Berlin nach Düsseldorf gekommen. Auf Grund seines komplizierten Vornamens benutzen Rennkommentatoren vorzugsweise seinen Spitznamen "Enki". Sein Problem ist das Gewicht, stolze 56 Kilo bringt er in den Sattel, auf Dauer kaum wettbewerbsfähig. Daran wird gearbeitet.

(RP)
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