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Düsseldorf: Galopp: Favoritin Salomina gewinnt den Preis der Diana

Düsseldorf : Galopp: Favoritin Salomina gewinnt den Preis der Diana

Nicht immer passieren die Favoriten in Pferderennen als Erste die Ziellinie. 21 000 Zuschauer sahen allerdings auf der überfüllten Düsseldorfer Galopprennbahn im mit 400 000 Euro dotierten Henkel-Preis der Diana den Sieg des am stärksten gewetteten Pferdes. Gestüt Bonas Salomina mit Filip Minarik im Sattel gewann den prestigeträchtigen Klassiker, setzte sich souverän gegen Nymphea (Andreas Suborics) und Waldtraut (Jozef Bojko) durch. Es war beim vierten Start der vierte Sieg der Stutes, die zumindest bis gestern der Familie Harzheim aus Köln gehört.

Denn Salomina ist offiziell bereits an ein vielköpfiges australisches Besitzersyndikat verkauft. "Es war aber immer klar, dass die Stute heute noch auf unsere Rechnung an den Start geht und erst nach dem Rennen in neues Eigentum wechselt", betonte Rolf Harzheim vom Gestüt Bona. Allerdings ist die Zukunft des Pferdes vorerst offen. Aus Australien war letzte Woche zu hören, dass man sich durchaus vorstellen könne, die Stute weiter in Deutschland zu lassen. "Das wäre natürlich toll, wenn mir die Besitzer das Vertrauen schenken würden und sie noch ein paar Wochen bei uns lassen", meinte Trainer Peter Schiergen, "wir haben aber keinen Kontakt. Abwarten."

Wie es in der Branche so üblich ist, gibt es keine Details über den Preis, aber unter einer Million Euro ist ein Pferd wie Salomina nicht zu haben. Der Diana-Sieg wird ihren Wert noch ein gutes Stück gesteigert haben. "Die Australier waren schon seit Wochen an ihr dran, wir konnten irgendwann nicht mehr nein sagen", sagte Rolf Harzheim.

Für Peter Schiergen (47) war es in jedem Fall ein perfektes Rennen, denn mit Nymphea trainiert er auch die Zweitplatzierte. "So hatten wir uns das auch taktisch vorgestellt. Die Reiter haben es aber auch sehr gut umgesetzt."

Ein Reiter aber wird das Rennen doch mit einem gewissen Bedauern gesehen haben. Andrasch Starke ist der Stalljockey am großen Schiergen-Stall, aber ausgerechnet am Sonntag war Deutschlands bester aktiver Jockey gesperrt – Berufsrisiko. So kam Filip Minarik, eigentlich nur der zweite Mann, etwas unverhofft zum Einsatz. "Dass die Besitzer von Salomina mir das Vertrauen geschenkt haben, dass hat mich schon sehr gefreut", gestand denn auch der aus Tschechien stammende aktuelle deutsche Meister. Oft wird in solchen Fällen eine ausländische Fachkraft engagiert. Minarik aber zeigte, dass er ein erstklassiger Starke-Ersatz war.

(RP/ila)