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Galopp: Andrasch Starke will Preis der Diana zum siebten Mal gewinnen

Preis der Diana : Jockey Starke sieht sich wieder an der Reihe

Der 46-Jährige will am Sonntag das Galopprennen „Preis der Diana“ zum siebten Mal gewinnen. Die Konkurrenz im wichtigsten Ereignis der Grafenberger Saison, das mit einer halben Million Euro dotiert ist, ist jedoch stark.

Wenn es um viel Geld geht, wollen auch viele mitlaufen. 500.000 Euro werden als Preisgeld am Sonntag im Henkel-Preis der Diana, dem wichtigsten Saisonereignis auf der Grafenberger Galopprennbahn, verteilt, doch nicht alle können sich darum bewerben. Aus Sicherheitsgründen dürfen nur 16 dreijährige Stuten in dem 2200-Meter-Rennen starten. Ein halbes Dutzend anderer möglicher Kandidatinnen muss daheim bleiben.

Das gefällt nicht allen. „Eigentlich dachte ich Anfang der Woche, ich würde mit vier Pferden laufen“, sagt Markus Klug, Trainer der Vorjahressiegerin Diamanta, „jetzt sind es nur noch zwei.“ Nur die laut dem offiziellen Rating des Verbandes höchst eingeschätzten Pferde können starten, und das schafften aus dem Klug-Stall Deia und Sea of Love nicht. „Deia gehört in dieses Rennen“, sagt der Trainer, „sie hätte gute Chancen gehabt.“ Auch eine Stute aus England durfte die geplante Reise nicht antreten.

Schon im vergangenen September mussten die Engagements für das Rennen getätigt werden. 900 Euro betrug die erste Rate, und wer sich die Teilnahme erhalten wollte, musste nachlegen. Am Ende summieren sich 6000 Euro als Startgeld, was eine wichtige Grundlage zur Finanzierung ist. Hinzu kommen Zuwendungen des Sponsors und Anteile an den Wettumsätzen, die in Zeiten, in denen keine Zuschauer auf der Bahn sind, schwierig zu kalkulieren sind. Gewettet wird im Internet, und dort war die Entwicklung zuletzt positiv.

Wer den Siegerscheck über 300.000 Euro bekommt, ist völlig unklar. Die Buchmacher notieren die im Mitbesitz des Rennvereins-Präsidenten Peter-Michael Endres stehende Virginia Joy als knappe Favoritin. „Wir sind sehr entspannt“ sagt Trainer Marcel Weiß. In Hamburg hat die Stute vor wenigen Wochen ein wichtiges Vorbereitungsrennen gewonnen, zwei jetzige Konkurrentinnen waren hinter ihr. Bereits am Freitag trafen die ersten vierbeinigen Gäste aus dem Ausland ein, darunter Silence Please aus Irland. „Wir rechnen uns schon etwas aus, sonst würden wir nicht kommen“, sagt Jessica Harrington, die erfahrene Trainerin der Stute. Nur nach der Auslosung der Startboxen war ihre Laune getrübt, denn mit der „14“ geht Silence Please ziemlich weit außen ins Rennen, kein Vorteil auf der kurvenreichen Grafenberger Bahn. 

Wenn es nach Routine ginge, wäre Andrasch Starke nicht zu schlagen. Zum 23. Mal reitet der 46-Jährige in diesem Rennen, sechsmal hat er gewonnen, zuletzt allerdings 2017. „Ich wäre mal wieder an der Reihe“, sagt er. Sein Pferd ist Kalifornia Queen, dessen Co-Besitzer der Braunschweiger Profikicker Nick Proschwitz ist. Die Chancen? „Wenn der Rennverlauf passt, ist sie vorne dabei“, sagt Trainer Henk Grewe. Und das ist immerhin der amtierende Deutsche Meister.