FVN und Fußballkreis Düsseldorf laden zum Aktionstag gegen Diskriminierung

Am Sonntag auf drei Düsseldorfer Fußballplätzen: Aktionstag gegen Diskriminierung im Fußball

Fortunas ehemaliger Mannschaftsbetreuer Aleks Spengler ist sehr beliebt bei den Fans. Er ist eine der Galionsfiguren bei der Aktion des Fußballkreises und des Fußballverbandes Niederrhein am Sonntag.

(RP) Der Fußballkreis Düsseldorf und der Fußballverband Niederrhein (FVN) veranstalten am Sonntag den ersten gemeinsamen „Aktionstag Antidiskriminierung“. Bei drei Kreisliga-Partien von 13 Uhr bis 19.30 Uhr werden Mitglieder des Kreis-Vorstandes und Mitarbeiter des FVN vor Ort sein, um mit Beteiligten der sechs Vereine zu den Themen Fairplay sowie Gewalt und Rassismus auf dem Fußballplatz zu informieren und Rede und Antwort zu stehen.

Auf allen drei Platzanlagen ist in der Halbzeitpause ein moderierter Experten-Talk geplant, bei dem unter anderem FVN-Vizepräsident Jürgen Kreyer, der Kreis-Vorsitzende Bernd Biermann und der Kreis-Konflikt-Berater des Kreises Düsseldorf Wolfgang Schneider teilnehmen werden. Zuschauer können sich gerne daran beteiligen. Der Eintritt zu allen drei Partien ist frei.

Bei der ersten Gesprächsrunde auf der Anlage der SG Benrath-Hassels um 13.45 Uhr wird zudem auch der im serbischen Belgrad geborene Aleks Spengler (66) erwartet, der als langjähriger Betreuer von Fortuna Düsseldorf Kultstatus erlangt hat.

Folgende drei Spiele stehen im Mittelpunkt des „Aktionstages Antidiskriminierung“ am 11. November:

13 Uhr: SG Benrath-Hassels II – Garather SV (Kreisliga B / Platzanlage Am Wald 130, 40599 Düsseldorf); Gesprächsrunde ab 13.45 Uhr

  • Fußball im Düsseldorfer Süden : Kicken gegen Diskriminierung
  • Wegen großer personeller Probleme : GSV zieht sich aus Basketball-Oberliga zurück

15 Uhr: SV Wersten 04 – SpVg Hilden 05/06 (Kreisliga A / Platzanlage am Scheideweg 26, 40591 Düsseldorf); Gesprächsrunde ab 15.45 Uhr

17.30 Uhr: MSV Düsseldorf III – TuS Maccabi (Kreisliga C / Platzanlage an der Heidelberger Str. 75, 40229 Düsseldorf); Gesprächsrunde ab 18.15 Uhr

Bei den beteiligten Mannschaften werden sehr viele Spieler unterschiedlicher Herkunft auf dem Feld stehen, sie kommen gebürtig beispielsweise aus Albanien, Polen, Russland, Griechenland, Syrien oder der Türkei. Da entstehen Fragen: Wie kann der Amateurfußball bei der Integration von Menschen mit Flucht- beziehungsweise Migrationshintergrund helfen? Welche Möglichkeiten hat der Fußball, um gesellschaftlichen Problemen wie Diskriminierung entgegenzuwirken? Und ganz wichtig: Welche Wünsche oder Forderungen haben die Kreisligaspieler gegenüber dem Kreis und dem FVN?

Jürgen Kreyer, Vizepräsident des Verbandes, sagt: „Wir veranstalten erstmalig diesen ‚Aktionstag Antidiskriminierung‘, um gemeinsam mit dem Kreis Düsseldorf und seinen Vereinen ein klares Signal gegen Gewalt und Rassismus auszusenden. In den Kreisligen spielen Menschen aus vielen verschiedenen Nationen Wochenende für Wochenende gegeneinander – und das in den meisten Fällen ohne Probleme und Vorkommnisse. Viele Vereine haben die gleiche Meinung und die gleiche Ausrichtung, sie distanzieren sich deutlich von Diskriminierung. Dies unterstützen wir gerne. Der Aktionstag in Düsseldorf könnte richtungweisend und ein Vorbild für den gesamten Fußballverband Niederrhein sein.“

Bernd Biermann, Vorsitzender des Fußballkreises Düsseldorf, sagt: „Die sechs ausgewählten Vereine SG Benrath-Hassels, Garather SV, SV Wersten 04, Spvg Hilden 05/06, MSV Düsseldorf und TuS Maccabi sind keine Vereine, die Probleme machen. Sie wurden exemplarisch für diesen ersten Aktionstag ausgesucht und wir freuen uns, dass sie mitmachen und unsere Idee unterstützen. Wir hoffen, dass die Veranstaltung den Anstoß für ein noch besseres Zusammenleben und Zusammenspielen auf den Fußballplätzen in Düsseldorf geben kann.“

Mehr von RP ONLINE