Fußball-Pokal: Turu Düsseldorf unterliegt RW Oberhausen

Fußball-Niederrheinpokal : Turu verliert und ärgert sich über Spielverlegung

Die 0:4-Niederlage gegen das klassenhöhere Rot-Weiß Oberhausen war einkalkuliert und aller Ehren wert. Aber den Fußball-Oberligisten ärgert, dass im heimischen Stadion sicher mehr Zuschauer gekommen wären.

Neben der Frage nach dem Sieger im Achtelfinale im Niederrheinpokal zwischen Turu und Rot-Weiss Oberhausen, das der Regionalligist aus dem Ruhrgebiet mit einem klaren 4:0-Erfolg über die klassentieferen Düsseldorfer für sich entschied, stand auf der nur spärlich besetzten Tribüne die Frage im Mittelpunkt, warum dieses Spiel aus Sicherheitsgründen vom heimischen Platz der Turu ins Paul-Janes-Stadion an den Flinger Broich verlegt werden musste. Die gesamte Zuschauerzahl wurde mit 230 angegeben, wobei bei besseren Wetter wahrscheinlich einige Besucher mehr gekommen wären.

Die Erfahrung aus dorthin verlegten Begegnungen lehrt aber, dass auch dann kaum eine vierstellige Zuschauerzahl zustandegekommen wäre. Von den gut 200 Besuchern standen gezählte 59 RWO-Fans bei strömendem Regen im für sie vorgesehenen Block und verhielten sich zwei Stunden lang absolut vorbildlich. Die Sicherheitskräfte der Polizei erkannten ihre unnütze Anwesenheit und zogen sich frühzeitig zum Schutz vor dem Regen in ihre Bereitschaftswagen zurück. So gut hatten es die meisten der 40 gewerblichen und zehn von der Turu abgestellten Ordner nicht. Wohl am schlimmsten traf es die vier Ordner, die während der gesamten Partie dem völlig leeren, weil geschlossenen Teil des Fanblocks zugewandt stehen und diesen „bewachen“ mussten.

Eine angeordnete Verlegung der Begegnung hat für Turu neben dem Verlust des eigentlichen Heimvorteils auch jedes Mal finanzielle Aspekte. „Der Gast muss sich zwar mittlerweile anteilmäßig an den Kosten von rund 5000 Euro beteiligen, trotzdem bleibt für unseren Amateurverein eine spürbar vierstellige Summe an Unterdeckung übrig“, bestätigt Turu-Geschäftsführerin Petra Duhr die finanziellen Bedenken zu einem solchen Umzug.

Bedenken, dass der Tabellen-Vierzehnte aus der Oberliga dem Spitzenverein aus der Regionalliga von Beginn an hoffnungslos unterlegen sein könnte, wurden schon frühzeitig zerstört. Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, da hatte Sahin Ayas mit zwei Kopfbällen für große Gefahr bei RWO-Schlussmann Daniel Davari gesorgt. Turu hatte zunächst mehr vom Spiel, war lauffreudiger und setzte RWO unter Druck. Kaltschnäuziger waren die Gäste, die mit ihrem ersten gelungen Angriff durch Cihan Özkara in Führung gingen (21.). Es sollte noch unglücklicher kommen, da Turus Torhüter Maksimilijan Milovanovic einen Flachschuss von Christian März auf dem regennassen Boden passieren lassen musste (37.).

Nach dem Seitenwechsel ließen die Kräfte der Oberbilker auf dem schwierig zu bespielenden Boden nach, und die „Kleeblätter“ ließen noch zwei Treffer folgen.

Turu: Milovanovic – Bogdani, Munoz, Ayas (79. Krämer), Galleski, Kato (71. Wollert), Ferati, Rey Alonso, Reitz, Erginer, Beric (42. Yanagisawa). - Tore: 0:1 Özkara (21.), 0:2 März (38.), 0:3 Odenthal (58.), 0:4 Kurt (FE, 75.).

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