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Fußball-Oberliga: Turus sorgenvoller Blick nach unten

Fußball-Oberliga : Turus sorgenvoller Blick nach unten

Düsseldorfer Oberligist muss gegen den Tabellenvorletzten dringend punkten.

(mjo) Mit 33 Zählern beträgt der Vorsprung vom Tabellenzehnten Turu Düsseldorf vor dem ersten Abstiegsrang zehn Spieltage vor Saisonende acht Punkte. Auf diesem 15. Rang der Oberliga steht momentan der Lokalrivale SC West, der aber eine Partie weniger ausgetragen hat. Auch die Teams SC Velbert und SW Essen auf den Plätzen zwölf und 13 mit 30 und 27 Zählern haben noch ein Spiel mehr auf ihrem Terminplan. Nicht nur dieser sich langsam, aber stetig verringernde Punktabstand zur Abstiegszone, sorgt im Klub an der Feuerbachstraße für Sorgen. Dass Turu in den vergangenen acht Begegnungen nur einen Sieg geholt hat, scheint auch am Selbstvertrauen der Spieler genagt zu haben. „Man sah in der ersten Halbzeit, dass wir verunsichert waren“, hatte Trainer Samir Sisic nach dem torlosen Unentschieden gegen Hilden gesagt.

Höchste Zeit also für die Spieler um Kapitän Saban Ferati, dass sie mit einem Sieg und drei Punkten die zunehmend sorgenvollen Blicke auf die Tabelle stoppen. Auf dem Papier scheint die Aufgabe am Sonntag bei Jahn Hiesfeld dafür geeignet zu sein. Bereits zur Winterpause wurden die Dinslakener auf dem vorletzten Tabellenrang mit nur 13 Punkten aus 19 Spielen als fast schon sicherer Absteiger genannt. Hinzu kam, dass mehrere Akteure zu dem Zeitpunkt den Verein verließen, darunter wichtige Leistungsträger. Aus der Abwehr meldeten sich Pascal Spors, Dennis Wichert, Ionnis Alexiou und die Torhüter Alexander Gbür und Dominik Weigl ab. Der Abgang von Stürmer Philipp Goris zum FC Bocholt hinterließ ebenfalls eine Lücke. Und als dann auch noch der erfolgreiche Teammanager Thomas Drotboom seinen Weggang zum Saisonende ankündigte, schienen die Signale in Hiesfeld endgültig in Richtung Landesliga zu weisen.

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Aber zur Überraschung vieler zeigte die mit einigen A-Jugendlichen aufwartende Mannschaft eine beachtliche Trotzreaktion und gewann gegen Baumberg, Schonnebeck und Hilden die ersten drei Spiele. Aus einer Mannschaft, die wie eine verschworene Einheit wirkte, ragte der quirlige Angreifer Kevin Menke mit vier Toren in diesen Partien hervor. Zwar ging das letzte Spiel in Ratingen knapp verloren, und Hiesfeld ist mit 22 Punkten wieder Vorletzter. Doch Turus Spieler sollten sich auf einen aufopferungsvoll kämpfenden Gegner einstellen, der ihnen alles abverlangen wird. Die gewünschten drei Punkte zu holen, dürfte eine ganz schwierige Aufgabe für die Düsseldorfer werden.