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Fußball: MSV Düsseldorf wirft Oberligist SC Cronenberg aus dem Pokal

Fußball : MSV wirft Oberligisten aus dem Pokal

Fußball-Landesligist MSV Düsseldorf setzt sich verdient mit 1:0 gegen den klassenhöheren SC Cronenberg durch und hofft nun auf ein attraktives Los in der nächsten Pokal-Runde.

Der MSV Düsseldorf darf weiter vom Einzug in den DFB-Pokal träumen, zumindest aber von einem namhaften Gegner in der nächsten Runde: Der Fußball-Landesligist setzte sich im Erstrundenspiel des Verbandspokals gegen den Oberligisten Cronenberger SC mit 1:0 (1:0) durch. Für Düsseldorfs sportlichen Leiter Mohamed Dair war das Duell eine Begegnung mit der eigenen Vergangenheit. Der 40-Jährige war viele Jahre in derselben Funktion bei den Bergischen aktiv, entsprechend kam er aus dem Begrüßen alter Weggefährten und Freunde auf der Anlage des MSV vor dem Anstoß kaum noch heraus.

„Schon direkt nach der Auslosung haben sich die ersten Leute aus Cronenberg bei mir gemeldet“, sagt Dair, der selbst in Wuppertal lebt und dort hauptberuflich in der Gastronomie arbeitet. „Die Kontakte sind noch sehr gut. Die Freundschaft ruhte während des Spiels aber für 90 Minuten.“ Anfang August hatten sich beide Teams auf freundschaftlicher Basis bereits in Wuppertal duelliert und sich mit 1:1 getrennt.

Doch nicht nur für Dair war es ein Wiedersehen. Auch Torwart-Trainer Florian Ricken, der bereits zwei Landesliga-Spiele absolvierte, diesmal jedoch nicht zum Einsatz kam, Vittorio Di Mari und Sufian Abou Laila trugen einst das Trikot des CSC, ehe sie Dair nach Eller folgten. Abou Laila ist dabei mit seinen 28 Jahren einer der Führungsspieler beim MSV, agiert seit dieser Saison im Angriff und nicht mehr in der Defensive. „Das war für ihn eine Umstellung, denn als Stürmer muss er mehr laufen“, so Dair, „aber er war bereits in der A-Jugend bei RW Essen Stürmer, das wusste nur keiner mehr.“

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Im Pokalspiel blieb Abou Laila ohne eigenen Treffer, war jedoch als Antreiber für seine Mannschaft mindestens ebenso wichtig. Das Tor des Tages erzielte Yassir Sadki, der einen schönen Spielzug über die rechte Seite erfolgreich abschloss (20.), später aber auch angeschlagen ausgewechselt werden musste. Yuta Shiraishi (27.) vor der Pause sowie Maximilian Steinebach (67.) und der eingewechselte Anas El Morabiti (81.) in der zweiten Hälfte verpassten die Vorentscheidung. Glück hatte der MSV, als ein Kopfball des ansonsten wenig gefährlichen CSC nur an der Latte landete (85.).

„Wir hätten das Ergebnis in der ersten Hälfte höherschrauben müssen“, sagt Düsseldorfs Trainer Mohamed El Mimouni. „Zum Schluss war es ein guter Fight. Man hat aber gemerkt, dass wir vom Wülfrath-Spiel am Sonntag noch müde waren. Ich war froh, dass wir keine Verlängerung spielen mussten.“ Der Coach freute sich zugleich über die Zuschauer-Resonanz für ein Abendspiel unter der Woche: „Es war gute Stimmung und es waren viele junge Leute auf der Anlage. Ich hoffe, wir haben den einen oder anderen Zuschauer animiert, öfter vorbeizukommen.“

MSV: Sato – Aaross (62. Nadidai), Azirar, Numakunai, Hasegawa – El Boudihi, Di Mari – Sadki (62. El Morabiti), Shiraishi (70. Matsutaka), Steinebach (88. Moldoveanu) – Abou Laila (74. Yokota). Tor: 1:0 Sadki (20.). Zuschauer: 80.