Rather SV gegen DSC 99 : Ein Stadtduell zum Auftakt der Fußball-Landesligasaison

Der Rather SV und der DSC wollen mit einem Erfolgserlebnis starten. Beide Trainer sehen den Gastgeber in der Favoritenrolle.

Andreas Kusel hatte zu seiner aktiven Zeit einmal einen klugen Trainer. „Der hat immer gesagt: Wer nicht aufs Tor schießt, kann auch nicht treffen“, erzählt der 42-Jährige augenzwinkernd. Das hört sich salopp an, hat jedoch einen konkreten Hintergrund. Inzwischen ist Kusel selbst Teil der Trainergilde, seit etwas weniger als einem Jahr leitet er die Geschicke des Fußball-Landesligisten Rather SV. Und in der zurückliegenden Saisonvorbereitung hat sich ein Problem aufgetan: Viel zu selten nur suchte die Offensivabteilung des Vorjahres-Fünften den Abschluss.

Das muss sich am Samstag (16 Uhr, Rather Waldstadion) im ersten Meisterschaftsspiel gegen den Stadtrivalen DSC 99 erheblich bessern, sonst wird es schwer mit dem erhofften Derbysieg. Trotzdem nehmen die Rather dieses Unterfangen selbstbewusst in Angriff. „Für uns ist es ein Heimspiel, wir sind der Favorit“, betont Kusel ohne Umschweife. „Der DSC wird sicherlich nicht schlecht sein, muss sich aber erst noch finden.“

Letzteres gilt für seine Truppe nur beschränkt, denn im Kern ist der Kader über die Sommerpause hinweg zusammengeblieben. „Ich werde wohl nur zwei Neue einbauen, damit wir stabil ins Spiel gehen können“, kündigt der Coach an. Gesetzt ist Fumiya Tanaka auf der Außenbahn, und den Posten des Linksverteidigers wird Yasin Rezgui einnehmen. Darüber hinaus könnte Marco Gatzke – der ehemalige Schalker spielte zuletzt in den USA – eventuell im Mittelfeldzentrum starten.

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DSC-Coach Andreas Billetter geht derweil voller Demut in die Partie. „Die Rather haben sich aus meiner Sicht schon im Vorfeld der Saison mit zum Favoritenkreis aufgeschwungen“, befindet er und geht von einem äußerst hart umkämpften Derby aus. „Ich denke, dass uns hier ein sehr schwieriges Spiel erwarten wird. Denn gegen einen Oberliga-Absteiger wie uns ist der Gegner meist noch einmal besonders motiviert“.

Nach dem überraschenden und enttäuschenden Pokal-Aus seines Teams gegen den SV Rees am Sonntag stapelt der Coach zunächst einmal tief: „Wir haben mit Rath, Odenkirchen und Vohwinkel ein sehr schweres Auftaktprogramm. Da wäre es sehr wichtig, wenn wir in Rath zumindest einen Punkt holen könnten“. Personell kann Billetter übrigens fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf die schon länger verletzten Andreas Kus, Maurice Ryboth, Micael Dipuma und Fabian Kostkowski sind alle Mann an Bord.

Und so wird nur noch die Frage zu klären sein, wer den besseren Torriecher an den Tag legt. Denn ohne Abschluss kein Treffer. Das gilt auch heute noch.

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